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APA-Artikel 18. Mai 2017

Gehaltspoker: Kärntner Spital-Pflegepersonal setzte sich durch

Der Betriebsrat des Kärntner Krankenanstalten-Betreibers Kabeg hat sich in Gehaltsverhandlungen mit dem Land vorläufig durchgesetzt. Nachdem schon eine Streikdrohung im Raum stand, lenkte das Verhandlungsteam um Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) am Donnerstag ein. 3.500 Pflege-Mitarbeiter sollen mehr bezahlt bekommen. Eine Zustimmung der Koalitionspartner gibt es aber noch nicht.

Diplomierte Kräfte sollen künftig monatlich 200 Euro mehr bekommen, bei Pflegehelfern soll das Plus 100 Euro ausmachen. Insgesamt, inklusive der bereits vom Land zugesagten zusätzlichen 100 Pflegekräfte, belaufen sich die Mehrkosten auf 14 Millionen Euro. Sie sollen laut einer Aussendung des Landeshauptmanns zu je einem Drittel von Land, Gemeinden und der Kabeg selbst aus Mehrerlösen finanziert werden. "Das Land geht damit an das maximal Leistbare, es gibt keinen Millimeter mehr Spielraum", sagte Kaiser zu der von ihm in Aussicht gestellten Einigung.

Die Kabeg soll im Gegenzug auch "mehr Steuerungsmöglichkeiten dienstrechtlicher Natur" erhalten, heißt es in der Aussendung des Landes. "Der Vorstand beabsichtigt ein neues Dienstrecht für Neueintritte", sagte dazu Betriebsratschef Arnold Auer gegenüber der APA. Etwa solle das Angestelltengesetz als Grundlage herangezogen werden, was aus seiner Sicht aber rechtlich nicht ganz unproblematisch sei. Das Problem seien die mit durchschnittlich 18 Tagen ungewöhnlich hohen Krankenstände. Hier erwartet sich Auer durch die 100 zusätzlichen Kräfte Entspannung. Im Hinblick auf das mögliche neue Dienstrecht gibt sich der Betriebsratschef pragmatisch: "Man sollte sich keines Gesprächs verweigern, auch wenn es vielleicht noch so fragwürdig ist."

apa.at

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