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APA-Artikel 20. März 2017

NEOS Wien/Meinl-Reisinger ad Janßen-Abgang: Jetzt muss aufgearbeitet werden

"Die Misswirtschaft in der Wiener Gesundheitspolitik, speziell im Krankenanstaltenverbund (KAV), durch Politik und Management hat enorme Ausmaße angenommen. Ein vernichtender Rechnungshofbericht steht bevor. In diesem Zusammenhang kann man nur sagen, dass KAV-Generaldirektor Udo Janßen nicht zu früh geht", reagiert NEOS Wien Klubobfrau Beate Meinl-Reisinger auf den Rücktritt des KAV-Chefs.

"Janßens Amtszeit war geprägt von Gefechten mit dem eigenen Personal, dem er einen Maulkorb verpasst hat. Sie war geprägt von massiven Problemen bei Bauprojekten wie dem Krankenhaus Nord und sie war geprägt von teils unerträglichen Zuständen für Patientinnen und Patienten. Die Wartezeiten für die Strahlentherapien von Krebspatientinnen und Krebspatienten sind bereits lebensgefährlich lang, wie der Stadtrechnungshof warnt. Wer sich eine private OP nicht leisten kann, muss Monate auf eine neue Hüfte, ein neues Knie oder einen Eingriff gegen den Grauen Star warten. Unter Janßen und Wehsely wurde die 2-Klassenmedizin in den Wiener Spitälern verschärft, anstatt bekämpft."

"Mit dem Abgang Janßens müssen die offenen Baustellen im KAV endlich angegangen werden. NEOS Wien hat bereits mehrmals echte Reformen im Gesundheitsbereich gefordert. Es braucht dringend eine Task Force für die drängendsten Probleme wie Gangbetten oder viel zu lange Wartezeiten in vielen Bereichen. Zusätzlich verlangen wir die Offenlegung aller Kosten und Probleme rund um den Bau des KH Nord. Und schlussendlich muss das Krankenhauskonzept 2030 neu erarbeitet werden, sonst fährt das Gesundheitssystem in Wien gegen die Wand", erklärt Meinl-Reisinger.

"Es war abzusehen, dass Gesundheitsstadträtin Frauenberger keine andere Wahl haben wird als Janßen abzusetzen. Es bleibt zu hoffen, dass mit der neuen Leitung die Baustellen im KAV angegangen und nicht zugedeckt werden", betont die NEOS Klubobfrau. Sie pocht auf eine rasche Entscheidung über die zukünftige Aufstellung des Krankenanstaltenverbundes: "Dass der KAV die Personal- und Finanzhoheit bekommen soll, ist sinnvoll, auch eine Ausgliederung ist eine Option. Allerdings darf das nicht bedeuten, dass der Gemeinderat das Anfragerecht für den KAV verliert. Die Entscheidung über die Zukunft des KAV muss möglichst breit diskutiert werden, unter Einbindung der KAV-Personalvertretung, Gesundheitsexpertinnen und Experten und aller Parteien", schließt Meinl-Reisinger.

apa.at

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