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APA-Artikel 13. Oktober 2016

"Akutordination Oberwart" soll Spital entlasten

Im Krankenhaus Oberwart ist am Mittwoch das burgenländische Pilotprojekt "Akutordination" vorgestellt worden. Dieses sieht vor, dass in der Zeit von 17.00 bis 22.00 Uhr niedergelassene Allgemeinmediziner als erste Anlaufstelle für Patienten des ganzen Bezirks dienen, erläuterte Gesundheitslandesrat Norbert Darabos (SPÖ). Dadurch sollen sowohl Spitalsbetrieb als auch Hausärzte entlastet werden.

Laut Darabos dient die Akutordination unter der Woche als Ersatz für den nächtlichen Bereitschaftsdienst der Hausärzte im Bezirk Oberwart. Alleiniger Ansprechpartner sei nur noch der Allgemeinmediziner im Krankenhaus. Dieser übernehme die Erstbegutachtung und gegebenenfalls die Erstversorgung. Er entscheide, ob ein Patient in die Aufnahme- und Erstversorgungseinheit des Spitals weitergeleitet oder an den niedergelassenen Arzt auf den nächsten Tag verwiesen wird.

Für nicht transportfähige Personen gebe es weiterhin die Möglichkeit von Hausbesuchen. Nach Dienstende um 22.00 Uhr stehe ein professioneller Telefonarzt zur Verfügung, im Bedarfsfall auch Notarzt und Rettung. Zentrale Anlaufstelle bleibe weiterhin die Telefonnummer 141, so der Gesundheitslandesrat.

Seit dem Start am 3. Oktober hätte man die Hälfte der eintreffenden Patienten direkt in der Akutordination behandeln können, berichtete Darabos. Für den Wochenend-Notdienst gebe es keine Änderung. Das Projekt beträfe nur den Bezirk Oberwart mit Ausnahme der Gemeinden Litzelsdorf, Kemeten und Deutsch Schützen-Eisenberg, welche weiterhin vom Bereitschaftsdienst Güssing mitversorgt würden.

Das Projekt wird von Burgenländischer Gebietskrankenkasse, Ärztekammer Burgenland, dem Burgenländischen Gesundheitsfonds und der KRAGES getragen. Die Testphase läuft bis Ende 2017.

apa.at

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