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APA-Artikel 11. Oktober 2016

Burgenland-Budget 2017 mit Rekordausgaben für Gesundheit und Soziales

Gesundheit und Soziales bildeten den Schwerpunkt im burgenländischen Landesbudget 2017, kündigte Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) am Montag in Eisenstadt an. Erstmals seien im Gesamthaushalt, der 1,1 Milliarden Euro umfasse, mehr als 500 Millionen Euro für das Gesundheits- und Sozialbudget vorgesehen, so Niessl.

Diese finanzielle Anstrengung trage dazu bei, dass die Armutsgefährdung im Burgenland mit knapp über sieben Prozent der Bevölkerung (Europa: 16 Prozent, Österreich: 14 Prozent) "deutlich geringer" sei als in anderen Bundesländern, stellte Niessl fest. Der Landeshauptmann und Gesundheitslandesrat Norbert Darabos (SPÖ) bekräftigten die Forderung nach bundesweit 1.000 zusätzlichen Ausbildungsplätzen für Ärzte.

"Dort, wo wir verantwortlich sind, bilden wir massiv diplomiertes Personal aus", sagte Niessl. Dort, wo der Bund zuständig sei - nämlich bei der Ärzteausbildung - fordere man, dass die Quote, 75 Prozent Österreicher an den medizinischen Universitäten auszubilden, weiterhin Gültigkeit habe, "damit es keinen Ärztenotstand in den Krankenanstalten und natürlich in weiterer Folge in ländlichen Gebieten gibt".

Die soziale Frage müsse in Österreich "sehr genau diskutiert" werden, meinte der Landeshauptmann. In Österreich gebe es 1,2 Millionen Ausgleichszulagen-Empfänger und eine Million Menschen, die im Lauf des vergangenen Jahres temporär arbeitslos gewesen seien. Eine weitere Million sei teilzeitbeschäftigt und in prekären Dienstverhältnissen tätig: "Das sind über drei Millionen Menschen, die sich selbst zu den Verlierern zählen".

Er sei dabei "einer Meinung" mit Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ), dass man diese Menschen ernst nehmen und die Politik danach ausrichten müsse, dass es ihnen in Zukunft besser gehe - "dass ihren Sorgen entgegengewirkt wird, dass es entsprechende Lohnerhöhungen gibt, dass es soziale Absicherung gibt", so Niessl.

apa.at

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