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APA-Artikel 19. September 2016

Gesundheit - Konflikt Kammer-Hauptverband um Nebenbeschäftigung

Zwischen Hauptverband der Sozialversicherungsträger und Ärztekammer tut sich eine mögliche neue Konfliktlinie auf. Dass der Hauptverband mittels Gutachten untersuchen ließ, ob man Spitalsärzten eine Nebenbeschäftigung verbieten kann, stößt Ärztekammer-Präsident Artur Wechselberger sauer auf. Dieser Vorschlag "lässt auf ein sehr eindimensionales Denken schließen", kritisierte er am Montag.

Der Hauptverband argumentiert mit der steigenden Zahl der Wahlärzte, nicht zuletzt, weil in Spitälern angestellte Mediziner dort aufgrund der neuen Arbeitszeitregeln weniger arbeiten dürfen. Daher ließ man prüfen, ob ein Verbot oder zumindest eine Einschränkung für Ärzte in öffentlichen Krankenhäusern möglich wäre.

Die Ärztekammer verweist freilich auf die freie Berufsausübung. Außerdem seien Wahlärzte wichtig fürs System, da sie "jene Lücken schließen, die der Hauptverband selber aufgerissen hat". Und "welche Auswirkungen der Vorschlag auf die Arbeit im Notarztsystem, in der Flugrettung oder im Vertretungswesen für Wochenenden und Urlaube hat, dürfte im Hauptverband noch niemand durchdacht haben", so Wechselberger.

ÖVP-Gesundheitssprecher Erwin Rasinger, selbst niedergelassener praktischer Arzt, sprach am Montag im "Kurier" von einer "Schnapsidee". Bei der Wiener Ärztekammer, die wegen der Arbeitszeit gerade mit dem KAV im Clinch liegt, fordert Präsident Thomas Szekeres gar eine Ausweitung der Nebenbeschäftigung von Spitalsärzten.

apa.at

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