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APA-Artikel 12. September 2016

Wiener Spitalsärzte demonstrieren gegen neue Arbeitszeitregelungen

Ärzte der Wiener Gemeindespitäler veranstalten am 12. September einen sogenannten Warnstreik. Sie demonstrieren am Vormittag u.a. am Ring gegen die neuen Dienstzeitregelungen. Das werden auch die Patienten zu spüren bekommen: Geplante, nicht dringende OP- und Ambulanztermine wurden verschoben. Akutfälle werden aber jedenfalls versorgt, versichert die Wiener Ärztekammer, die den Protest organisiert.

Stein des Anstoßes ist wieder einmal die Umsetzung der neuen Arbeitszeitregelungen, die eine EU-Richtlinie notwendig macht. Diese bringen u.a. die Streichung von Nachtdiensten mit sich. Stattdessen sollen mehr Mediziner tagsüber für die Patienten da sein. Die Ärztevertretung spricht von Unterbesetzung und sieht die Patientenversorgung in Gefahr. Stadt und KAV betonen stets, dass die Schritte Teil eines mit der Ärztekammer ausverhandelten Pakets und die Maßnahmen im Sinne von Ärzten (kürzere Dienste) und Patienten (kürzere Wartezeiten) seien.

Die Demo der Ärzte startet um 10.00 Uhr am Dr.-Karl-Lueger-Platz. Von dort führt die Route dann über den Ring und die Weihburggasse zum Franziskanerplatz, wo eine Abschlusskundgebung stattfinden wird. Bereits am vergangenen Mittwoch hatte die Kammer zu einer ersten Protestmaßnahme aufgerufen. Am Campus der Wirtschaftsuniversität waren die Mediziner über arbeitsrechtliche Aspekte im Hinblick auf den heutigen Warnstreik unterrichtet worden.

apa.at

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