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APA-Artikel 5. September 2016

Ärzteausbildung - Kammer drängt auf Geld für Lehrpraxen

Die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) hat am Montag kritisiert, dass die Finanzierung der - für künftige Allgemeinmediziner verpflichtenden - Lehrpraxis mehr als ein Jahr nach Inkrafttreten der Ausbildungsreform noch immer nicht gesichert sei. Im Gesundheitsministerium sieht man keinen Grund zur Eile.

Die Kammer verlangt die 100-prozentige Finanzierung der nun verpflichtenden sechsmonatigen Lehrpraxis. Zwar hätten die Bundesländer im vergangenen November einstimmig beschlossen, 30 Prozent der Kosten zu übernehmen. Bund und Sozialversicherung seien aber noch säumig, klagte Turnusärzte-Funktionär Karlheinz Kornhäusl in einer Aussendung.

Im Gesundheitsministerium verwies man auf APA-Anfrage auf laufende Verhandlungen. "Die Finanzierung wird rechtzeitig gesichert sein", sagte eine Sprecherin. Stehen müsse diese bis Mitte 2018. "Bis dahin werden wir das locker schaffen."

Der Bund hat nach Angaben aus dem Vorjahr bisher rund eine Million Euro jährlich für die Lehrpraxen budgetiert. Diesen Beitrag werde man auch weiter leisten, aber mit dem für die neue Ärzteausbildung nötigen Ausbau auf 400 bis 500 Lehrpraxen österreichweit - mit Kosten von rund zehn Mio. Euro - seien auch die Länder und die Sozialversicherung gefordert, hieß es damals.

apa.at

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