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APA-Artikel 1. September 2016

Wiener Wilhelminenspital: OP-Zentrum verzögert sich um ein Jahr

Der Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) hat derzeit nicht unbedingt eine Glückssträhne: Neben streitlustigen Ärzten wegen der neuen Dienstzeiten schlägt sich der Spitalsbetreiber nun auch noch mit Schwierigkeiten im Wilhelminenspital herum. Denn das dortige Operationszentrum verzögert sich um ein Jahr und wird erst im kommenden Frühjahr fertig, bestätigte der KAV einen "Kurier"-Bericht.

"Derzeit wird von einer möglichen Inbetriebnahme ab Frühjahr 2017 ausgegangen", zitiert die Zeitung am Donnerstag einen KAV-Sprecher. Schuld daran sei das Unternehmen, das den Auftrag für das Objekt erhalten habe, meint man im KAV. Die Rede ist u.a. von Baumängeln kurz vor der geplanten Inbetriebnahme (ursprünglich im März 2016 vorgesehen, Anm.) und fehlenden Bewilligungen, für deren Einreichung die Errichterfirma zuständig sei. Insofern will der städtische Krankenhausbetreiber - nicht zuletzt wegen notwendiger Ersatzvornahmen - nun Pönalen in Millionenhöhe geltend machen.

Bei der betreffenden Firma spricht man indes von "Spezifika eines Objekts dieser Größenordnung". Diese reichten vom Mängelprotokoll bis zur bei mancher Detailfrage unterschiedlichen Auffassung zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer, meinte eine Sprecherin zum "Kurier". Die Mängelbeseitigung sei fast abgeschlossen.

Bei dem OP-Zentrum, das kürzlich auch noch von einem massiven Wasserschaden, den jedoch die Versicherung abdecken soll, heimgesucht wurde, handelt es sich um ein Interimsgebäude in Containerbauweise. Dieses soll für Operationssäle zur Verfügung stehen, bis diese in ein fixes Gebäude ziehen können. Dessen Fertigstellung ist für 2023 anvisiert.

apa.at

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