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APA-Artikel 30. August 2016

Shanghais Regierung besuchte Grazer Geriatrische Gesundheitszentren

Die Stadtregierung von Shanghai ist am Dienstag bei den Geriatrischen Gesundheitszentren der Stadt Graz (GGZ) zu Besuch gewesen. Sie haben die mehrfach prämierten Einrichtungen der steirischen Landeshauptstadt als Vorbild für die eigene Alten-Versorgung in Betracht gezogen und streben eine umfassende Kooperation mit den Grazern an.

Bereits Anfang April war eine Delegation aus der Steiermark nach Shanghai gereist, um erste Kontakte mit den Behörden zu knüpfen. Nun wollten sich die chinesischen Verantwortungsträger auch einen Eindruck von den Verhältnissen in Graz machen: "Es ist schon beachtlich, dass die Shanghaier Regierungsspitze zu uns ins kleine Graz kommt", meinte GGZ-Geschäftsführer Gerd Hartinger. Ein Vergleich macht die Verhältnisse klar: Shanghai hat mit rund acht Millionen Pflegebedürftigen beinahe so viele Einwohner wie ganz Österreich.

Dennoch ist sich Hartinger sicher, den Chinesen ein Vorbild sein zu können. Er bot ihnen an: "Wir können Know-how, Pflegekonzepte und Trainings zur Verfügung stellen." Bereits im kommenden Sommer sollen 20 bis 40 der besten Pflegekräfte aus ganz China für eine Sommerakademie ins GGZ nach Graz kommen, wo sie von den steirischen Experten weitere Schulungen erhalten. "Das Curriculum wurde von uns ausgearbeitet und steht bereits", sagte der Geschäftsführer. Dafür haben seine Mitarbeiter zuletzt die Bedarfslage in China genau studiert. Die Teilnehmer der Akademie sollen danach in China als Multiplikatoren fungieren und ihr Wissen aus Graz weitergeben.

Nach dem Besuch im GGZ sowie in einem Pflegewohnheim im Westen der Stadt stand noch - zusammen mit Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) - die Eintragung ins Goldene Buch der Stadt Graz sowie ein Mittagessen im Landhauskeller am Programm. Stadtrat Mario Eustacchio, zuständig für die GGZ, begrüßte die chinesische Delegation: "Es freut uns, dass die Leistungen unserer GGZ auch über die Grenzen hinaus bekannt geworden sind und sich China für uns interessiert."

Die GGZ als öffentliches Non-Profit-Unternehmen führen fünf Standorte mit rund 800 Betreuungsplätzen in Graz. Etwa 650 Mitarbeiter kümmern sich um die Menschen mit Pflegestufe vier bis sieben. In den vergangenen 15 Jahren wurden mehr als 150 Millionen Euro in den Ausbau und die Modernisierung der Infrastruktur investiert, schilderte Hartinger die Eckdaten. Anfang 2018 werden voraussichtlich bereits rund 900 Männer und Frauen in seinen Häusern betreut werden.

apa.at

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