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APA-Artikel 25. August 2016

Schweiz: Suva will das Berufsunfallrisiko von Lernenden weiter senken

Lernende haben ein höheres Berufsunfallrisiko als die übrigen Arbeitnehmer. Der Unfallversicherer Suva weitet nun seine Kampagne "Sichere Lehrzeit" auf Berufsfachschulen aus, um die Unfallzahlen der Lernenden weiter senken und ihre Risikokompetenz stärken zu können.

Rund 19'000 Lernende verunfallen jährlich in Suva-versicherten Betrieben. Durchschnittlich drei Berufsunfälle enden tödlich. So werde statistisch gesehen auch dieses Jahr jeder achte Lernende bei der Arbeit einen Unfall erleiden, teilte die Suva am Donnerstag mit.

Diesen Umstand akzeptiert die Suva nicht. Um Lernende dabei zu unterstützen, mit Risiken kompetent umzugehen, erarbeitete die Suva zusammen mit zwei erfahrenen Berufsfachschullehrer aus Luzern neue Schulungsunterlagen, um die Kampagne "Sichere Lehrzeit" auf Berufsfachschulen auszuweiten.

Die Unterlagen bestehen aus einer Gratiszeitung im Tabloid-Format ("top TODAY") sowie einem Lehrbuch. Dabei werden eine Vielzahl von Risiken aus dem Alltag junger Menschen aufgezeigt und die Lernenden werden Schritt für Schritt an verschiedene Gefahren herangeführt. Neu sollen auch die Schulen die Lernenden durch einen zusätzlichen Kanal sensibilisieren.

Seit dem Start der Kampagne "Sichere Lehrzeit" vor drei Jahren unterstützt die Suva Lehrbetriebe mit Arbeitsheften, die spezifische Informations- und Einsatzmittel enthalten.

Die Kampagne "Sichere Lehrzeit" ist ein Teil des Präventionsprojekts "Vision 250 Leben". Damit will die Suva zwischen 2010 und 2020 die jährliche Anzahl tödlicher Berufsunfälle halbieren und somit 250 Leben bewahren und ebenso viele schwere Invaliditätsfälle verhindern.

apa.at

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