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APA-Artikel 25. August 2016

Spitalsärzte: Wiener KAV zeigt "kein Verständnis" für Kampfmaßnahmen

Der Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) kann den am Mittwochnachmittag gefassten Kampfmaßnahmenbeschluss der Ärztekammer nicht nachvollziehen. Man habe dafür "kein Verständnis", ließ KAV-Chef Udo Janßen per Aussendung wissen. Erst durch den in Aussicht gestellten Protest werde die Versorgung der Patienten aufs Spiel gesetzt, warf er der Standesvertretung vor.

Janßen erinnerte die Kammer erneut an das gemeinsam ausverhandelte Paket zur Implementierung des neuen Arbeitszeitgesetzes inklusive Verlegung von Nachtdiensten in den Tag. "Die Vereinbarung aus dem Juli 2015 trägt fünf Unterschriften, und es scheint, als wären die nur seitens der Stadt und der Gewerkschaft, nicht aber für die Ärztekammer verbindlich gültig - das ist nicht akzeptabel", so Janßen. Er habe kein Verständnis dafür, dass auf dem Rücken von Personal und Patienten Standespolitik gemacht werde.

Die medizinische Versorgung in Wien funktioniere gut - auch in der Nacht - und die eingeleiteten Veränderungen würden zur weiteren Verbesserung beitragen. "Die von der Ärztekammer beschrieben Zustände sind schlicht und einfach falsch", erboste sich der KAV-Genderaldirektor. Unterversorgung drohe erst dann, wenn die Ärztekammer einen Streik "anzettelt".

apa.at

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