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APA-Artikel 23. August 2016

Spitalsärzte - ÖVP fordert Runden Tisch zwecks Konfliktlösung

Angesichts eines von der Ärztekammer angedrohten Streiks der Wiener Spitalmediziner und des Konters von Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely (SPÖ), trotz allem nicht nachgeben zu wollen, wünscht sich die ÖVP nun einen Runden Tisch. Dieser solle baldmöglichst einberufen werden, denn mit der derzeitigen Pattstellung "kommen wir nicht weiter", beklagte Gesundheitssprecherin Ingrid Korosec.

Die anstehenden Reformen im Gesundheitsbereich müssten effektiv gelöst werden. Deshalb brauche es ein Treffen "mit Experten des Gesundheitswesens und den Vertretern der Politik von Bürgermeister (Michael, Anm.) Häupl", konstatierte Korosec: "Wir müssen aus diesem fatalen Kreislauf der Blockaden und gegenseitigen Schuldzuweisungen endlich ausbrechen, sonst nimmt unser Gesundheitssystem ernsthaft Schaden."

Weniger konsensorientiert äußerte sich FPÖ-Nationalratsabgeordnete Dagmar Belakowitsch-Jenewein. "SPÖ-Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely ist die Totengräberin des Wiener Gesundheitswesens", hielt sie per Aussendung fest. Sie appellierte an Häupl und "die gesamte Wiener SPÖ", dem Chaos ein Ende zu setzen und Wehsely die Gesundheitsagenden zu entziehen. "Wenn man ihr schon ein öffentliches Amt belassen will, dann soll man ihr das Bestattungsmuseum am Zentralfriedhof übertragen, denn dort gehören Totengräber hin", polterte die blaue Mandatarin.

Die Wiener NEOS-Klubchefin Beate Meinl-Reisinger wiederum zeigte keinerlei Verständnis für Wehselys Äußerung, die Drohkulisse eines Streiks sei dem Wahlkampf für die Kammerwahl 2017 geschuldet. Die Ressortchefin solle lieber auf den "deutlichen Warnruf des Personals" hören und das Gespräch mit der Ärzteschaft suchen.

apa.at

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