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APA-Artikel 22. August 2016

TK-Chef: Gesundheits-Apps können Rolle in Bonusprogramm spielen

Die Techniker Krankenkasse (TK) erwägt, die Nutzung von Fitnessarmbändern in ihr Bonusprogramm zu integrieren. TK-Chef Jens Baas sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Unsere aktuelle Bewegungsstudie zeigt, dass jeder siebte Erwachsene in Deutschland einen Fitnesstracker nutzt. Die Hälfte von ihnen ist überzeugt, sich damit mehr zu bewegen." Ein Teil der TK-Kunden sehe einen positiven Effekt für die persönliche Gesundheit. "Deshalb kann ich mir durchaus vorstellen, dass in Zukunft auch Fitnesstracker in unserem Bonusprogramm eine Rolle spielen."

Baas stellte klar, dass die Teilnahme der Versicherten auf jeden Fall freiwillig sei. "Mit Risikobewertung hat das nichts zu tun." Anders als die private nehme die gesetzliche Krankenversicherung keine Risikoprüfung oder -bewertung ihrer Versicherten vor. "Jeder wird ohne Ansehen seiner Person versichert."

Baas, Chef der größten deutschen Krankenkasse, sieht hinter einer Integration solcher Fitnesstracker in das Bonussystem keine Aufweichung des Solidargedankens in der Krankenversicherung. Der Solidargedanke besage ja, dass alle den gleichen Anteil ihres Einkommens beitragen, dass Gesunde für Kranke einstehen, Junge für Alte und höhere Einkommen für niedrigere. "Ein Bonusprogramm weicht daran nichts auf."

apa.at

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