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APA-Artikel 17. August 2016

Schweizer Online-Apotheke Zur Rose schreibt wieder schwarze Zahlen

Die Online-Apotheke und Ärztegroßhänderlin Zur Rose schreibt im ersten Halbjahr 2016 wieder schwarze Zahlen. Nach einem Verlust von 200.000 Franken vor einem Jahr wurde nun ein Gewinn von 2,0 Mio. Franken (1,8 Mio. Euro) erzielt. Beim Umsatz legte das Schweizer Unternehmen um 5,5 Prozent auf 434,3 Mio. Franken zu. Der Betriebsgewinn (Ebit) stieg um 45 Prozent auf 3,3 Mio. Franken.

In der ersten Jahreshälfte 2016 habe man die positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung des zweiten Halbjahres 2015 fortsetzen können, so der Konzern am Mittwoch. Dabei sei es im Ärztegeschäft gelungen, die Marktanteile im Heimmarkt Schweiz weiter auszubauen und auch das Versandgeschäft an Privatkunden habe sich erfreulich entwickelt.

Belastet wurde das Versandgeschäft laut Mitteilung durch ein Schweizer Gerichtsurteil vom September 2015, wodurch Verkäufe von rezeptfreien Medikamenten wegfielen und sich der Versandhandelsumsatz um rund 2 Mio. Franken schmälerte. Die Gruppe hat inzwischen ins Filialnetz investiert: Anfang August wurde in Bern die erste Flagship-Apotheke eröffnet.

Die im digitalen Gesundheitsmarkt tätige niederländische Tochter DocMorris habe den Umsatz im ersten Halbjahr 2016 deutlich gesteigert. Besonders erfolgreich entwickelte sich das Online-Geschäft mit rezeptfreien Medikamenten. Hier konnte der Umsatz um fast 40 Prozent gesteigert werden. Der Umsatz bei den rezeptpflichtigen Medikamente lag ebenfalls über dem damals durch den deutschen Poststreik belasteten Vorjahreszeitraum.

Nach der Übernahme von DocMorris im Jahr 2012 und dem Bezug des neuen Logistikzentrums in Heerlen (Niederlande) Mitte 2015 sei das Unternehmen bereit für den nächsten Wachstumsschub, lässt sich Zur-Rose-Chef Walter Oberhänsli in der Mitteilung zitieren. Während einer rund zwei Jahre andauernden Investitionsphase werde nun nicht das Unternehmensergebnis, sondern das forcierte Wachstum im Fokus stehen.

Finanziert werden soll dieses Wachstum durch neues Kapital. Am 1. September werden die Aktionäre der Zur-Rose-Gruppe an einer außerordentlichen Generalversammlung über die geplante Kapitalerhöhung und den damit verbundenen Einstieg der Schweizer Corisol-Gruppe befinden.

Wie bereits Mitte Juni kommuniziert, beteiligt sich Corisol in einem ersten Schritt mit 20 Mio. Franken am Apotheken-Unternehmen und wird so zunächst einen Anteil von 13,3 Prozent halten. Im Rahmen einer zweistufigen Kapitalerhöhung im Umfang von bis zu 900.000 Aktien wird sich Corisol, wie es in der aktuellen Medienmitteilung heißt, zu etwa 20 Prozent am Unternehmen beteiligen.

Corisol gehört der Schweizer Unternehmerfamilie Frey und ist unter anderem auch Ankerinvestorin bei den beiden an der Schweizer Börse SIX notierten Firmen Inficon und Schweiter.

apa.at

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