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APA-Artikel 10. August 2016

D: SBK: Beratungsrecht für Patienten bei Hilfsmitteln verbessern

Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) muss nach Ansicht der Betriebskrankenkassen für eine bessere Beratung der Patienten über die von ihnen benötigten Hilfsmittel sorgen. "Die Krankenkassen müssen die Möglichkeit erhalten, Patienten frühzeitig zu beraten, damit diese bei der Wahl eines Hilfsmittels die für sie richtige Entscheidung treffen können", sagte das Vorstandsmitglied der Siemens-Betriebskrankenkasse (SBK), Gertrud Demmler, der Deutschen Presse-Agentur. Hier müsse Gröhe seinen Referentenentwurf für ein neues Heil- und Hilfsmittelgesetz nachbessern.

Nach jahrelangen Klagen, dass die von den Kassen bezahlten Hilfsmittel wie Windeln, Rollatoren oder Rollstühle vielfach schlechte Qualität böten, will Gröhe den Katalog der Hilfsmittel auf den aktuellen technischen Stand bringen und diesen regelmäßig anpassen lassen. Häufig zwang die schlechte Qualität Patienten selbst zu Zuzahlungen, um bessere Hilfsmittel zu bekommen. Die SBK beharre darauf, weiterhin technische Hilfsmittelberater einsetzen zu können, die anbieter- und herstellerunabhängig sind, sagte Demmler.

Der Leiter des Versorgungsmanagements bei der SBK, Stefan Weber, sagte: "Im Austausch mit den Kunden erfahren wir jeden Tag, wie wichtig eine gute Hilfsmittelversorgung für das Wohlergehen und die Lebensqualität der Patienten ist." Es sei daher höchste Zeit, dass alle Krankenkassen verbindliche Qualitätsstandards einhielten. "Der Handlungsdruck für den Gesetzgeber war hier enorm. Es ist schade, dass erst eine Diskussion über die Versorgung mit Inkontinenzvorlagen die Dringlichkeit vor Augen führen musste", sagte Weber.

apa.at

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