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APA-Artikel 9. August 2016

Medizin-Aufnahmetest - Oberhauser: Aufholbedarf bei Führungskräften

"Mehr Fairness" sieht Gesundheits- und Frauenministerin Sabine Oberhauser (SPÖ) im kleineren Gender Gap bei den Ergebnissen des Medizin-Aufnahmetests. Aufholbedarf sieht sie in einer Aussendung dagegen am anderen Ende des Spektrums bei den medizinischen Führungspositionen.

"Der kleinere Gender Gap zeigt, dass die systematische Benachteiligung von Frauen bei den Aufnahmetests mit den genderneutralen Testverfahren weitgehend beseitigt werden konnte", so Oberhauser. "Das bringt gleiche Erfolgswahrscheinlichkeiten, unabhängig vom Geschlecht."

Mittlerweile hätten auch mehr Frauen als Männer einen akademischen Abschluss und auch in der Allgemeinmedizin bereits die Nase vorne, betonte Oberhauser. Von 13.566 praktischen Ärzten wären 2014 bereits 7.787 Frauen gewesen - das entspreche einem Anteil von 57 Prozent. "Bei den Fachärztinnen und –ärzten liegt der Frauenanteil aber schon nur mehr bei 37 Prozent. Man sieht also: Wie in den allermeisten Berufssparten gilt auch im Gesundheitsbereich: Je höher die Position, desto geringer der Frauenanteil."

Die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) freut sich zwar ebenfalls über den geringeren Gender Gap. "Trotzdem sprechen wir uns gegen Aufnahmetests und Zugangsbeschränkungen aus", so Generalsekretärin Magdalena Goldinger (Fraktion Engagierter Studierender) in einer Aussendung. Diese führten zu einem überproportionalen Anteil von Studenten aus höheren sozialen Schichten an den Medizin-Unis.

apa.at

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