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APA-Artikel 3. August 2016

Krankenkassen: Auch Gesundheitsministerium gegen Wahlarzt-Abschaffung

Der Vorschlag von SPÖ-Gesundheitssprecher Erwin Spindelberger, das Wahlarzt-System abzuschaffen, stößt auch im SPÖ-geführten Gesundheitsministerium auf Ablehnung. Es handle sich um eine "Privatmeinung" Spindelbergers, hieß es aus dem Ressort am Mittwoch gegenüber der ORF-"Zeit im Bild". Ablehnung kam auch von ÖVP-Generalsekretär Peter McDonald.

Man sei sich der Problematik bewusst, dass immer mehr Personen die Betreuung bei Wahlärzten suchen, hieß es aus dem Gesundheitsministerium. Es könne aber keine Lösung sein, die Patienten zu bestrafen, indem man die Wahlarztkosten-Rückerstattung streicht.

Ein deutliches Nein kam auch von ÖVP-Generalsekretär McDonald: "Ich bin ganz klar gegen den SPÖ-Vorschlag, die freie Arztwahl abzuschaffen", sagte er im Ö1-"Mittagsjournal". "Ich halte das für eine undurchdachte Schnapsidee", denn gerade viele Wahlärzte seien für Kassenpatienten notwendig für deren Versorgung.

Aus dem Hauptverband der Sozialversicherungsträger hieß es in einem Statement gegenüber der APA, man sei bereit, "das System mit allen Stakeholdern entsprechend zu modernisieren und weiterzuentwickeln. Wobei auch der Wahlarztbereich in die Modernisierung des Gesundheitssystems miteinbezogen werden soll."

apa.at

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