zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 29. Juli 2016

UKH Klagenfurt soll bis 2021 auf das Klinikum-Gelände übersiedeln

Der Kärntner Krankenanstaltenbetreiber KABEG und die AUVA planen eine großangelegte Kooperation. Wie die Verantwortlichen am Freitag in einer Pressekonferenz bekanntgaben, soll das von der AUVA betriebene Unfallkrankenhaus (UKH) Klagenfurt bis zum Jahr 2021 auf das Klinikum-Gelände übersiedeln. Pro Rechtsträger werden Einsparungen von 2,3 Millionen Euro jährlich erwartet.

"Die Zusammenarbeit ist eine Premiere in Österreich. Das hat es bisher nicht gegeben, dass zwei Rechtsträger eine Abteilung führen", sagte Kärntens Gesundheitsreferentin LHStv. Beate Prettner (SPÖ). Mit dem Umzug des UKH aufs Klinikum-Gelände werde es möglich, dass etwa die Anästhesie und die Röntgenabteilung gemeinsam genutzt werden - außerdem brauche man nur mehr eine Wäscherei und eine Küche.

Unterkommen soll das UKH im Gebäude der ehemaligen Chirurgie Ost am Klinikum-Gelände. Mittelfristig ist eine Fächerzusammenlegung von Unfallchirurgie und Orthopädie geplant. Die Kosten für den Umbau des Chirurgiegebäudes werden auf rund 57 Millionen Euro geschätzt. "Die Grundstruktur des Gebäudes bleibt, es wird aber von Grund auf revitalisiert", sagte KABEG-Vorstand Arnold Gabriel. Die Kosten dafür trägt die AUVA. "Auf beiden Seiten wird es Einsparungen geben, aber der Patient wird natürlich immer im Mittelpunkt stehen", sagte Anton Ofner, der Obmann der AUVA.

Durch die Kooperation werden langfristig 100 Mitarbeiter weniger bei KABEG und AUVA beschäftigt. Laut Prettner werde dies aber durch natürliche Abgänge passieren. Ebenso will man auf Seiten der AUVA vorgehen, betonte Ofner: "Das wird nicht bedeuten, dass wir Mitarbeiter freisetzen."

Mit Ende 2016 soll ein Angliederungsvertrag vorliegen, Anfang 2019 der Baubeginn erfolgen. "Ende 2020 soll der Bau soweit fertig sein, dass die Übersiedlung vollzogen werden kann", sagte Gabriel. Was dann mit dem alten UKH passiert, steht laut Ofner noch nicht fest: "Von einem Pflegeheim bis hin zu betreuten Wohnmöglichkeiten oder überhaupt der Einrichtung von Wohnungen ist alles möglich."

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben