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APA-Artikel 25. Juli 2016

Primärversorgung - Wechselberger begrüßt Angebot Rabmer-Kollers

Die Führung der Ärztekammer ist sich offenbar nicht ganz einig, wie sie sich rund um die Verhandlungen über das Gesetz für die neue Primärversorgung positionieren soll. Während Vizepräsident Johannes Steinhart am Montag heftige Kritik an der Vorsitzenden des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger, Ulrike Rabmer-Koller, übte, begrüßte Präsident Artur Wechselberger deren Angebot.

"Wir sind bereit, uns mit dem Hauptverband an einen Tisch zu setzen und konstruktiv Lösungen zu erarbeiten", sagte Wechselberger in einer Aussendung. Gleichzeitig fordert der Präsident, "dabei endlich Nägel mit Köpfen zu machen". Die Ärztekammer werde gerne ihre Systemerfahrung einbringen, um die notwendige Verbesserung der Primärversorgung und "Das Team um den Hausarzt" voranzutreiben, bot Wechselberger an. Gleichzeitig mahnte er aber, dass nicht wie bisher Macht- und Einflussstreben von Gesundheitspolitik und Hauptverband sinnvollen Verbesserungen der Patientenversorgung im Wege stehen dürften. Vielmehr müsse das bestmögliche Versorgungskonzept für die Bevölkerung im Mittelpunkt jeder Reform sein.

Sein Vize Steinhart hatte hingegen unmittelbar davor Rabmer-Koller Destruktivität vorgeworfen und deren Verdacht entschieden zurückgewiesen, die Ärztekammer würde schon Wahlkampf betreiben und damit die Verhandlungen zum PHC-Gesetz verzögern. Steinhart forderte ein klares Bekenntnis des Hauptverbandes zur Sozialpartnerschaft zwischen Ärzten und Krankenkassen und warf der Politik vor, mit dem Gesetzesentwurf diese Sozialpartnerschaft einseitig zu beenden. Für Steinhart drohen Großkonzerne als PHC-Betreiber, die den klassischen Hausarzt aushungern.

apa.at

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