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APA-Artikel 22. Juli 2016

US-Regierung geht gegen Fusionspläne von Krankenversicherern vor

Die US-Regierung will die zwei geplanten milliardenschweren Fusionen unter Krankenversicherern gerichtlich verhindern. Das Justizministerium reichte am Donnerstag Klage gegen die Vorhaben ein. Ein Zusammenschluss von Anthem und Cigna sowie von Aetna und Humana würde die Branche grundsätzlich verändern, sagte Generalstaatsanwältin Loretta Lynch.

Sollte die Zahl der grossen Krankenversicherer von fünf auf drei sinken, gehe dies zu Lasten der Bevölkerung. Der Schritt der Regierung war erwartet worden.

Die Firmen hätten zwar vorgeschlagen, sich von Geschäftsbereichen zu trennen, um die Zustimmung der Behörden zu erhalten. Das reiche aber nicht aus, um die Bedenken zu zerstreuen, sagte ein Vertreter des Ministeriums.

An der Börse wurde die Entwicklung positiv aufgenommen: Die Aktien von Aetna und Anthem lagen zeitweise etwa drei Prozent im Plus, die Cigna-Papiere gewannen gut zwei Prozent, Humana sechs Prozent.

Aetna und Humana kündigten gleichwohl an, sie wollten ihre Fusionspläne verteidigen. Aetna will den Rivalen für 34 Milliarden Dollar kaufen. Anthem und Cigna arbeiten an einem Zusammenschluss im Volumen von 44 Milliarden Dollar.

Die Vorhaben stehen im Zusammenhang mit der Einführung des staatlichen Krankenversicherungsprogramms in den USA. Die Unternehmen versprechen sich durch die Fusionen eine bessere Position in den Preisverhandlungen mit Spitälern und Ärzten sowie einen Ausbau ihrer Mediziner-Netze. Zugleich sparen die Fusionspartner Kosten in Verwaltung und anderen Bereichen.

apa.at

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