zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 15. Juli 2016

Schaden durch Gallen-OP an junger Frau: Klage gegen Grazer LKH

Weil bei einer Gallenblasen-Operation an einer 16-Jährigen im Grazer LKH ein Fehler unterlaufen sein soll, hat die Frau nun eine Klage eingereicht. Laut ihrer Anwältin Karin Prutsch wurden bei dem Eingriff im Jahr 2012 irrtümlich der Hauptgallengang und die Leberarterie durchtrennt. Dadurch könne die Frau seit vier Jahren nur flüssige Nahrung zu sich nehmen, hieß es in einer Aussendung am Freitag.

Die damals 16-jährige Patientin war auf der Kinderklinik des LKH stationär behandelt worden, weil sie immer wieder unter Schmerzen litt. Die folgenden Operation wurde von einem Arzt durchgeführt, der diesen Eingriff zum ersten Mal gemacht haben soll - jedenfalls habe er das der Patientin mitgeteilt, sagte Prutsch. Bei dem Eingriff soll es zur irrtümlichen Durchtrennung der Leberarterie gekommen sein. Ein Schlichtungsverfahren wurde, so die Anwältin, von der Krankenanstaltengesellschaft (KAGes) abgebrochen. Am Freitag wurde die Klage eingereicht, die Patientin möchte 40.000 Euro Schmerzensgeld, eine Verunstaltungsentschädigung sowie Kostenersatz für eine vorübergehende Haushaltshilfe und die Rückerstattung von Behandlungskosten.

Seitens der KAGes hieß es auf APA-Anfrage, dass das Schlichtungsverfahren abgebrochen worden war, weil die Aussichten nicht erfolgsversprechend waren: "Die fachlichen Beurteilungen divergieren zu weit", sagte ein Sprecher. Aus Sicht der KAGes wurde bei der internen Prüfung kein Fehler gefunden, sondern es handle sich ihrer Ansicht nach um einen "bedauerlichen Verlauf, der als schicksalhaft zu bewerten ist". Der betreffende Mediziner sei zudem ein "erfahrener Operateur".

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben