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APA-Artikel 13. Juli 2016

UNIQA darf bei Wiener Privatklinik "Goldenes Kreuz" einsteigen

Nun hat es auch in der zweiten Instanz des Kartellverfahrens grünes Licht gegeben: Der Versicherungskonzern UNIQA darf über seine 100-Prozent-Tochter PremiQaMed bei der Wiener Privatklinik "Goldenes Kreuz" einsteigen, teilte der Neo-Miteigentümer via Presseaussendung mit. Der Zusammenschluss wurde mit Auflagen genehmigt. Nun soll die Erweiterung der Klinikgruppe in Angriff genommen werden.

Künftig hält PremiQaMed 75 Prozent der Betreibergesellschaft der Klinik, die weiteren 25 Prozent bleiben im Eigentum des bisherigen Trägervereins, der Österreichischen Gesellschaft vom Goldenen Kreuze. Die UNIQA-Tochter hatte bereits im Sommer 2015 den Zuschlag zum Erwerb der Mehrheitsbeteiligung erhalten. Damals wurden die Pläne bei der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) angemeldet.

Im Zuge des Kartellverfahrens ging die erstinstanzliche Entscheidung zugunsten der vorgesehenen Partnerschaft aus. Allerdings äußerte der Bundeskartellanwalt - er hatte neben BWB, UNIQA, PremiQaMed und dem Trägerverein des "Goldenen Kreuzes" Parteienstellung - Einwände. Somit wurde als Zweitinstanz der OGH eingeschaltet, der nun ebenfalls für den Einstieg entschied.

Der Zusammenschluss sei allerdings mit Auflagen verbunden, welche die Konzernmutter UNIQA Österreich Versicherungen AG betreffen. Laut Aussendung handelt es sich "im Wesentlichen um die Absicherung eines weiterhin breiten Angebots an alle Wiener Privatkliniken und um die Zusicherung der Gleichbehandlung der Wiener Privatkliniken".

Nun soll die "gemeinsame Weiterentwicklung der renommierten Goldenes Kreuz Privatklinik" angegangen werden. PremiQaMed werde in die bauliche Neugestaltung des Klinikgebäudes sowie in den weiteren Ausbau der medizinischen Schwerpunkte investieren, wurde angekündigt. Entsprechende Pläne würden nun ausgearbeitet. "Ich bin froh, dass wir nun endlich die konkrete Planung in Angriff nehmen können, was ja aufgrund des laufenden Verfahrens bisher nicht möglich war", sagte PremiQua-Med-Vorstandsvorsitzender Julian M. Hadschieff.

Der Präsident der Gesellschaft vom Goldenen Kreuz, Wilhelm Gloss, hob unterdessen die Wichtigkeit des neuen Partners hervor: "Der Zusammenschluss wird die Zukunft der Goldenes Kreuz Privatklinik dauerhaft absichern und ihre Positionierung als attraktive Geburtsklinik und 'Zentrum für die Frau' weiter stärken."

apa.at

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