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APA-Artikel 8. Juli 2016

Medizin-Aufnahmetest: 2,5 Tonnen 2 - 80 Prozent erschienen zum Test

Insgesamt sind am Freitag 12.160 der 15.129 angemeldeten Studienwerber zum Aufnahmetest für das Medizinstudium erschienen. Das sind wie schon in den Vorjahren rund 80 Prozent, gaben die Medizin-Unis in Wien, Graz und Innsbruck sowie die Uni Linz in einer Aussendung bekannt.

In Wien kamen 6.093 Personen zum Test (81 Prozent), in Innsbruck 2.825 (78 Prozent), in Graz 2.646 (83 Prozent) und in Linz 596 (74 Prozent). Der Rest ließ die Testgebühr von 110 Euro verfallen. Das macht vor allem für jene früheren Bewerber Sinn, die mittlerweile anderweitig einen Studienplatz bekommen haben - also etwa Deutsche, die nach dem inzwischen abgelegten Abitur aufgrund ihrer Note fix mit einem Platz in Deutschland rechnen können.

Rein rechnerisch erhält damit in Wien rund jeder achte Teilnehmer einen Platz, in Innsbruck und Graz jeder siebente und in Linz jeder fünfte. Allerdings gehen wie bisher 75 Prozent der Studienplätze an allen Unis an Kandidaten mit österreichischem Maturazeugnis, 20 Prozent an Bewerber aus der EU und fünf Prozent an Studienwerber aus Drittstaaten.

Die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) will den Aufnahmetest abschaffen. "Es muss allen möglich sein, ihr Wunschstudium beginnen zu können, unabhängig von Geschlecht oder Geld", so Generalsekretärin Magdalena Goldinger (Fraktion Engagierter Studierender/FEST) in einer Aussendung.

Im Detail ist den Studentenvertretern auch die Testgebühr ein Dorn im Auge. Die Kosten für das Aufnahmeverfahren müssten vom Bund getragen und dürften nicht auf die Teilnehmer abgewälzt werden. Problematisch sei auch der Umstand, dass nach wie vor verhältnismäßig mehr Männer als Frauen den Test erfolgreich absolvieren und Personen aus niedriger bzw. mittlerer sozialer Schicht im Medizinstudium unterdurchschnittlich vertreten sind.

apa.at

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