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APA-Artikel 6. Juli 2016

Gespräche zu CT- und MR-Untersuchungen mit positivem Ausblick

Am Mittwoch gab es in Wien quasi ein Spitzengespräch in Sachen Kapazitätsengpässen bei CT- und MR-Untersuchungen in Österreich. Dieses, mit Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser, Hauptverbandchefin (HVB) Ulrike Rabmer-Koller, Julian Hadschieff (WKÖ) und Franz Frühwald, Sprecher der Institute für Bildgebende Diagnostik für Wien und Niederösterreich, hätte Bewegung in die Sache gebracht, hieß es.

Die beiden Vertragspartner hätten einen Maßnahmenmix angeboten, um die Problematik der Wartezeiten zu entschärfen. Einigkeit bestand, dass es sowohl Akutlösungen für dringliche Fälle als auch eine nachhaltige vertragliche Lösung braucht", hieß es in einer Aussendung des Ministeriums. "Es war ein sehr konstruktives Gespräch, in dem Schritte für eine kurz- und mittelfristige Lösung für die Patientinnen und Patienten besprochen wurden. Es gibt auf der einen Seite von der Wirtschaftskammer und den Radiologieinstituten das Angebot, in Ostösterreich rasch Abhilfe bei Engpässen von onkologischen CT-Untersuchungen bei Krebsverdacht zu schaffen. Auf der anderen Seite hat der Hauptverband der Sozialversicherung angeboten, umgehend die vertraglichen Vereinbarungen neu zu verhandeln", wurde die Ressortchefin zitiert.

Die Präsidentin des Hauptverbandes der Sozialversicherungen, Ulrike Rabmer-Koller, hielt fest: "Uns geht es um die Versicherten. Wir wollen sicherstellen, dass jemand der eine Untersuchung braucht, diese auch bekommt. Wir sind bereit die Verhandlungen für einen neuen Vertrag vorzuziehen. Es muss aber sichergestellt sein, dass es keine Vorreihung von Privatpatienten gibt und niemand, der es dringend braucht, in der Warteschleife hängt."

Julian Hadschieff, Obmann der Fachgruppe der Gesundheitsbetriebe in der Wirtschaftskammer Österreich bestätigte, "dass die Gespräche intensiv und vertieft fortgesetzt werden, um rasch zu einer Lösung im Sinne der Patienten zu kommen". Franz Frühwald, Sprecher der Institute für Bildgebende Diagnostik für Wien und Niederösterreich, betonte nach dem Gespräch: "Es gab eine freundliche Aufnahme unseres Vorschlages, dass mit Hilfe einer Task Force, dringliche Fälle im onkologischen Bereich die notwendigen CT-Untersuchungen rasch erhalten."

Eine Grundproblematik liegt darin, dass sich die Vertragspartner - Krankenkassen und die Betreiber der Institute für bildgebende Diagnostik - auf eine Deckelung der Aufwendungen für diese Untersuchungen geeinigt haben. Dies hält offenbar nicht mit den steigenden Untersuchungsfrequenzen mit. Gleichzeitig wurde die ehemalige Chefarztbewilligung für die CT- und MR-Untersuchungen aufgehoben. Für den Patientenombudsmann der Wiener Ärztekammer und ehemaligen Obmann der Wiener Gebietskrankenkasse, Franz Bittner, liegt die Misere direkt in dem Kassenvertrag begründet. "Das ist ein schlechter Vertrag. Die Institute 'strecken' die Untersuchungen dadurch über das Jahr hinweg." Es liege in der Natur von Unternehmen, dass sie nicht nach Erreichen eines Limits gratis arbeiten könnten. "Noch schlechter machte es aber für die Patienten, dass die Chefarztpflicht für die MRT-Untersuchungen abgeschafft worden ist (z.B. bei der Wiener Gebietskrankenkasse; Anm.). Das führt automatisch zu einer Vermehrung der Untersuchungen", erklärte Bittner im März dieses Jahres gegenüber der APA.

apa.at

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