zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 4. Juli 2016

Linzer Uni-Klinik: Wissen um Standortbezeichnungen "ausbaufähig"

Das Wissen um die richtigen Bezeichnungen der einzelnen Standorte des neu gegründeten Linzer Kepler Uniklinikums (KUK) ist "ausbaufähig". Das ist das Ergebnis einer am Montag von der Geschäftsführung präsentierten Umfrage in der oberösterreichischen Bevölkerung. Bei einer weiteren Studie unter den Mitarbeitern zeigte sich rund die Hälfte bezüglich der Finanzierung besorgt.

Für das Großkrankenhaus KUK wurden das städtische Allgemeine Krankenhaus (AKh) sowie zwei Landesspitäler - die Landes-Frauen- und Kinderklinik (LFKK) sowie die Landesnervenklinik Wagner Jauregg - zum Jahreswechsel zusammengeführt. Die bisherigen Standorte haben neue Bezeichnungen: Med Campus III, Med Campus IV und Neuromed Campus. An den Standorten müssen zwei Unternehmenskulturen zusammenwachsen, was - von der Geschäftsleitung zugegeben - nicht immer einfach, aber notwendig ist, wie der ärztliche KUK-Direktor Heinz Brock betont.

Das Linzer Marktforschungsinstitut Spectra befragte vier Monate nach der Zusammenführung 500 Oberösterreicher. Dabei wussten 76 Prozent von der Fusion. Jeweils 20 beziehungsweise 22 Prozent konnten die neuen Namen richtig dem AKh und der LFKK zuordnen. Das selbsterklärende Neuromed Campus erreichte eine Trefferquote von 49 Prozent. Die Bekanntheit und korrekte Zuordnung der Standortbezeichnungen sei "ausbaufähig, aber auf einem guten Weg", resümierte Spectra-Geschäftsführer Peter Bruckmüller. 63 Prozent der Befragten sehen Vorteile, acht Prozent Nachteile in der Verknüpfung von Patientenversorgung, Lehre und Forschung im KUK.

Bei einer Umfrage unter den Mitarbeitern der drei Häuser im vergangenen Oktober - somit vor der Zusammenführung - befürchtete rund die Hälfte, dass die Finanzierung von Forschung und Lehre zulasten der Qualität bei der Patientenversorgung erfolgen werde. Dem widersprach die kaufmännische KUK-Direktorin Elgin Drda: Zusätzliche Ressourcen für Forschung und Lehre würden zur Verfügung gestellt. Zum Befragungszeitraum seien sie aber noch nicht konkret absehbar gewesen.

Die Studienautorin Gabriele Herber verweist darauf, dass 80 Prozent der Befragten davon ausgehen, dass die Zusammenführung der drei Häuser, die Erweiterung des gesamten medizinischen Angebots, die Kombination von Patientenversorgung, Lehre und Forschung und die künftige Tätigkeit von Universitätsprofessoren ganz klar zur Verbesserung des Leistungsangebotes beitragen werden. Sie wird weitere Befragungen heuer und kommendes Jahr im Oktober durchführen, um die Entwicklung aus der Sicht der Mitarbeiter zu dokumentieren.

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben