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APA-Artikel 29. Juni 2016

D: Gesundheitsminister-Tagung: Forderung nach mehr Geld für Amtsärzte

Die Stärkung des öffentlichen Gesundheitsdienstes steht ganz oben auf der Tagesordnung der zweitägigen Konferenz der Gesundheitsminister von Bund und Ländern, die am Mittwoch in Warnemünde begonnen hat. Mecklenburg-Vorpommerns Sozialministerin Birgit Hesse (SPD) hatte dazu eine Initiative gestartet, um das Image von Amtsärzten zu verbessern. Ihrer Ansicht nach geht das in erster Linie mit einer besseren Bezahlung von Amtsärzten. Deren Gehalt liege immer noch deutlich unter dem von Klinikärzten.

Im Jahr 2014 gab es nach früheren Angaben des Bundesverbands der Ärzte im Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) in Deutschland knapp 400 Gesundheitsämter, in denen rund 17 000 Mitarbeiter beschäftigt sind. Die Zahl der Ärzte sei seit 1995 um 33 Prozent auf 2528 im Jahr 2014 zurückgegangen. Die Personalknappheit führe dazu, dass die gesetzlichen Aufgaben nur schwer zu erfüllen seien, sagte Hesse.

Vor Beginn der Konferenz hatte die Gewerkschaft Verdi mehr qualifiziertes Personal in der Altenpflege gefordert. Unter dem Motto "Die Altenpflege geht baden" demonstrierten die Gewerkschafter gegen die hohe Belastung der Beschäftigten in der Altenpflege. Nur mit zusätzlichem Personal könne die jüngst beschlossene Pflegereform ab 2017 in die Praxis umgesetzt werden, hieß es. Die für die kommenden vier Jahre vom Bund in Aussicht gestellten 800 Millionen Euro reichten dafür nicht.

apa.at

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