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APA-Artikel 29. Juni 2016

"Better Start" kümmert sich um Schwangere ohne Krankenversicherung

Sprachbarrieren, kulturelle Unterschiede und vor allem die fehlende Krankenversicherung sorgen dafür, dass viele Schwangere und junge Mütter mit Migrationshintergrund nicht die adäquate medizinische Betreuung und Beratung bekommen. Diesem Problem hat sich das Projekt "Better Start" angenommen, das nun in den Regelbetrieb übergeht, wie es am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Wien hieß.

AmberMed, eine medizinische Ambulanz von Diakonie und Rotem Kreuz für Unversicherte, hat "Better Start" Anfang 2015 ins Leben gerufen. Seither haben etwa 150 Frauen aus 30 Nationen die Angebote in Anspruch genommen, erzählte Varina Spak, Leiterin der Diakonie Ambulanz. Nach ihren Angaben bestimmen vor allem soziale Probleme das Leben der Schwangeren.

Damit diese überhaupt zu AmberMed kommen, benötigen die freiwilligen Helfer vor allem Fingerspitzengefühl: "Zu einem Kurs oder Workshop kommen sie nicht, wenn man zu einem Kaffee einlädt und ein paar Kekse auf den Tisch stellt, dann schon", sagte Spak. Und wenn die Veranstaltung in der Muttersprache der Frauen stattfindet, dann öffnen sich diese auch viel mehr.

Informationsbedarf besteht sicherlich: "In der Schwangerschaft nicht zu Trinken, zu Rauchen oder Drogen zu nehmen, ist für uns selbstverständlich; für diese Menschen nicht", erläuterte Monika Matal, ärztliche Leiterin von AmberMed.

Ein neu gestalteter Folder in den verschiedensten Sprachen wird an die Gynäkologen und Hebammen in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland versandt und soll dort aufliegen. Dieser enthält Informationen über zahlreiche Anlaufstellen und wurde bewusst sehr einfach gehalten wurde, damit man auch jene anspricht, die gar nicht Lesen können, so Spak. Das Ziel von "Better Start" ist es laut Matal, neben der Gesundheitsberatung die Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen durchzuführen, auch mit der Unterstützung von Dolmetschern. Weiters wird bei der Organisation eines Platzes im Krankenhaus für die Entbindung geholfen.

Service: www.ambermed.at; Oberlaaerstr. 300-306, 1230 Wien, Telefon 01/589 00 847

apa.at

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