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APA-Artikel 24. Juni 2016

Oö. Spitalsträger gespag wurde zu "regionaler Gesundheitsdrehscheibe"

Für die oö. Gesundheits- und Spitals AG (gespag) hat das Jahresende 2015 eine einschneidende Neuerung gebracht: Ihre beiden Linzer Spezialkliniken, die Landesfrauen- und Kinderklinik sowie die Landesnervenklinik, wurden in das neue Kepler Uni-Klinikum überführt. Damit sei die gespag gänzlich zur "regionalen Gesundheitsdrehscheibe" geworden, erklärte Vorstand Karl Lehner am Freitag in Linz.

Insgesamt gehören zu der Gesellschaft jetzt noch sechs Häuser an acht Standorten, statt knapp 10.000 gibt es nur mehr 7.034 Mitarbeiter. Trotz der Ausgliederung der zwei Krankenanstalten blieb die gespag mit einem Marktanteil von 30 Prozent aber größter Krankenanstaltenträger in Oberösterreich, unterstrich Vorstand Harald Geck in der Bilanzpressekonferenz. "Wir sehen uns aber nicht nur als Versorgungseinrichtung, sondern auch als Ausbilder", meinte Lehner weiter. So wurden voriges Jahr rund 1.350 Frauen und Männer im Bereich der Gesundheits- und Krankenpflege ausgebildet.

Was die Rekrutierung von künftigen Ärzten betrifft, will der Spitalsträger heuer neue Wege gehen. Gemeinsam mit der örtlichen Wirtschaft plant er Stipendien für den Nachwuchs, um diesen in der Region zu halten. Aktuell seien von den gut 1.000 Arztposten in allen Häusern zwar nur 1,5 Stellen unbesetzt, doch mit Blick in die Zukunft werde es einen Mangel geben, erklärten die Vorstände. Durchschnittlich müssten schon jetzt pro Jahr 50 bis 60 Stellen wegen Pensionierungen nachbesetzt werden, um so den Bestand zu halten.

Leicht nach oben hat sich wieder die Dauer der Spitalsaufenthalte entwickelt. Sie betrug voriges Jahr 5,75 Tage, 2014 waren es 5,51 Tage. Dafür ging sowohl die Zahl der stationär aufgenommenen Patienten von auf 177.712 auf 177.268 zurück, als auch jene der ambulant Behandelten von 1.315.095 auf 1.237.575. Der Umsatz der gespag lag 2015 mit 656 Mio. Euro um 5, 3 Prozent über dem Niveau von 2014, die Bilanzsumme wird mit 1,031 Mrd. Euro beziffert. Das Investitionsvolumen betrug rund 80 Mio. Euro.

apa.at

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