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APA-Artikel 22. Juni 2016

ÖVP Burgenland fordert Maßnahmen gegen drohenden Ärztemangel

Die ÖVP hat am Dienstag vor einem Ärztemangel im Burgenland gewarnt. Um gegenzusteuern, schlugen Klubobmann Christian Sagartz und Gesundheitssprecher LAbg. Georg Rosner Maßnahmen vor: Die Einrichtung von Gruppenpraxen sollte erleichtert werden. Niedergelassenen Ärzten solle es zudem ermöglicht werden, andere Ärzte anzustellen. Auch finanzielle Unterstützung für Jungärzte sei notwendig.

Bei Nachbesetzungen von allgemeinmedizinischen Kassenstellen im ländlichen Raum gebe es bereits große Schwierigkeiten, stellte Sagartz fest. Durch die große Zahl bevorstehender Pensionierungen werde dies noch verschärft, außerdem würden immer mehr Uni-Absolventen abwandern.

Kooperationen zwischen Hausärzten müssten genauso möglich sein wie zwischen Fachärzten und Gesundheitszentren, verlangte Sagartz. Besonders der Wochenend- und Bereitschaftsdienst könnte mit Gruppenpraxen abgefedert werden.

Bei den Arzt-Arzt-Anstellungen gebe es noch immer rechtliche Hürden. Formulierungen des Kassenvertrages würden die Anstellung eines Arztes durch einen niedergelassenen Kassenarzt nicht zulassen. Junge Ärzte können sich zudem oft die Einrichtung einer neuen Praxis nicht leisten. Hier müsse das Land gegensteuern und ein Konzept für Förderungen erstellen.

Zwei von drei niedergelassenen Kassenärzten im Burgenland würden bis 2025 in Pension gehen, erläuterte der Klubobmann. Bei den Hausärzten erreichten bis dahin drei von vier das 65. Lebensjahr. Und schließlich würden 40 Prozent der Fachärzte in Spitälern bis 2025 in Pension gehen. Bei Psychiatern und Unfallchirurgen seien es knapp 60 Prozent.

apa.at

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