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APA-Artikel 20. Juni 2016

Volksanwaltschaft fordert Reform bei MRT- und CT-Untersuchungen

Volksanwalt Günther Kräuter fordert eine Reform der Rahmenbedingungen bei MRT- und CT-Untersuchungen. "Es ist unerträglich, dass bei zahlreichen Untersuchungen nicht medizinische Prioritäten sondern private Bezahlung, Privilegien oder Beziehungen ausschlaggebend sind", hieß es am Samstag in einer Aussendung.

Immer wieder würden sich Patienten mit oft lebensbedrohlichen Erstdiagnosen an die Patientenanwaltschaften und an die Volksanwaltschaft mit Beschwerden über lange Wartezeiten bei MRT- oder CT-Untersuchungen wenden. Berichtet wird auch über unverblümte Hinweise, bei Barzahlung bevorzugt zu werden."

Ein wesentlicher Grund für die Wartezeiten und Missstände sei die zwischen dem Hauptverband der Sozialversicherungsträger und dem Verband der Gesundheitsbetriebe abgeschlossene Honorarvereinbarung, die auch zwischen den Vertragspartnern höchst umstritten sei. "Diese geltende Vereinbarung führt dazu, dass freie Kapazitäten nur gegen zusätzliche private Zahlungen von ohnehin sozialversicherten Patientinnen und Patienten zur Verfügung stehen", kritisierte Kräuter.

Der Volksanwalt ersuchte die Gesundheitssprecherinnen und -sprecher aller Parlamentsparteien, über den Sommer unter Einbindung des Gesundheitsministeriums, des Hauptverbandes, der Ärzte- und Wirtschaftskammer sowie der Volksanwaltschaft und der Patientenanwaltschaften ein Lösungskonzept zu erarbeiten. Kräuter: "Der eklatante Systemfehler und die daraus resultierende 2-Klassen Medizin darf im österreichischen Gesundheitswesen nicht länger geduldet werden."

apa.at

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