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APA-Artikel 14. Juni 2016

Modernisiertes Tuberkulosegesetz im Ministerrat beschlossen

Die Novelle des Tuberkulosegesetzes ist heute, Dienstag, im Ministerrat beschlossen worden. Durch die Novelle wird der Anwendungsbereich auf alle Tuberkulose-Erreger, die eine Erkrankung beim Menschen hervorrufen können, ausgeweitet. Behandlungspflicht bis zur endgültigen Ausheilung besteht künftig auch für Personen, bei denen eine nicht ansteckende Tuberkulose vorliegt.

Da das Gesetz aus dem Jahr 1968 stammt und seitdem nicht wesentlich modernisiert wurde, war eine grundlegende Überarbeitung notwendig, hieß es in einer Aussendung von Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (SPÖ). Tuberkulose ist weltweit verbreitet und gehört neben HIV/AIDS und Malaria zu den häufigsten Infektionskrankheiten. Österreich ist ein Land mit niedriger Tuberkulose-Inzidenz. Um die Zahl der Erkrankten noch weiter zu senken, sind rasche Diagnostik, konsequente Umgebungsuntersuchungen und eine effektive Therapie der Erkrankten von besonderer Bedeutung.

Durch die Novelle wird auch die Pflicht der Bezirksverwaltungsbehörden zur Verlaufskontrolle explizit festgehalten. Neu ist ebenfalls die Aufklärungspflicht in Hinblick auf neue medizinische Möglichkeiten gegenüber Ansteckungsgefährdeten mit engem Kontakt zu einem Erkrankten.

apa.at

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