zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 10. Juni 2016

Pflege - Gewerkschaft befürchtet Nivellierung nach unten

Anders als bei den Ländern stößt die neue Pflegeausbildung bei der Gewerkschaft weiter auf Widerstand. Es sei dies eine "Reform mit dem Sparstift", sagte Reinhard Waldhör von der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) am Freitag zur APA. Zu befürchten seien eine Nivellierung nach unten zulasten der Qualität. Das Personal mit FH-Ausbildung werde kaum am Krankenbett eingesetzt werden.

Mit der Reform werde genau das Gegenteil des gewünschten Effekts erreicht, so die Befürchtung des Gewerkschafters. Wo jetzt mit dreijährig ausgebildetem diplomiertem Personal gearbeitet werde, würden künftig zweijährig ausgebildete Pflegeassistenten zum Einsatz kommen, prophezeite er. Für das gehobene Personal mit dreijährigem FH-Studium gebe es zu wenig Ausbildungsplätze. Es werde dann fast ausschließlich Tätigkeiten der Delegation oder Organisation sowie ein paar medizinische Arbeitsbereiche übernehmen.

Dieses "Herunterfahren aus finanziellen Gründen" ist aus Waldhörs Sicht bedauerlich. Traurig sei aber auch, dass bei der Letztfassung des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes (GuKG) die Sozialpartnerschaft überhaupt nicht mehr eingebunden worden sei. Entsprechend sei man nun auch vom bevorstehenden Ministerratsbeschluss überrascht worden. Die betroffenen Fachgewerkschaften - darunter die für die Gemeindebediensteten zuständige younion - würden nun wieder ihre Allianz aktivieren und sich gemeinsam zu Wort melden.

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben