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APA-Artikel 9. Juni 2016

D: Studie: Patient Krankenhaus hat sich 2014 stabilisiert

Die wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser hat sich 2014 laut einer Studie stabilisiert. Die Ertragslage habe sich verbessert, die Insolvenzwahrscheinlichkeit sei weitgehend unverändert geblieben, teilte das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin mit. Zusammen mit dem Institute for Healthcare Business GmbH und der Philips GmbH stellte das RWI am Donnerstag die zwölfte Ausgabe des "Krankenhaus Rating Reports" vor.

In Ostdeutschland sei die wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser auch 2014 wieder am besten gewesen, hieß es. Am schwierigsten war sie in Niedersachsen/Bremen, Baden-Württemberg und Hessen. "Auch wenn Verbesserungen zu beobachten sind, bleiben in vielen Regionen die Krankenhausstrukturen ungünstig, es gibt zu viele kleine Einrichtungen, eine zu hohe Krankenhausdichte und zu wenig Spezialisierung", schreiben die Autoren.

11 Prozent der deutschen Krankenhäuser hätten sich 2014 im "roten Bereich" mit erhöhter Insolvenzgefahr befunden. "Ihre Ertragslage hat sich indessen verbessert, die Umsatzrendite stieg von 1,3 auf 1,8 Prozent." Auf Konzernebene hätten 23 Prozent der Krankenhäuser einen Jahresverlust verzeichnet, 2013 seien es noch 30 Prozent gewesen.

Die Kapitalausstattung der Krankenhäuser sei noch immer unzureichend, hieß es weiter. Der jährliche Investitionsbedarf betrage mindestens 5,5 Milliarden Euro. "Die Länder steuern nach wie vor nur die Hälfte davon bei, die Krankenhäuser aus eigener Kraft ca. 1,9 Milliarden Euro." Dabei gebe es allerdings große länderspezifische Unterschiede. Den Investitionsstau bezifferten die Autoren auf rund 28 Milliarden Euro.

apa.at

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