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APA-Artikel 24. Mai 2016

Schweizer Zahnärzte beklagen Zuwanderungsdruck

Die Schweizer Zahnarztpraxen spüren laut eigenen Angaben den Druck der Zuwanderung ausländischer Kollegen. Vor allem in Städten und Agglomerationen seien die Praxen nicht voll ausgelastet, teilte die Schweizerische Zahnärzte-Gesellschaft SSO gestützt auf eine Umfrage mit.

31 Prozent der befragten Zahnmediziner praktizierten in einer Stadt mit mehr als 50'000 Einwohnern. Davon könne fast jeder Zweite seine Praxis nur zu 80 Prozent oder weniger auslasten, schreibt die SSO gestützt auf ihre Befragung bei 1385 Mitgliedern. Wenn die Auslastung einer Praxis unter 80 Prozent falle, könne der Zahnarzt in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten, heisst es.

Anders sei das Bild auf dem Land. Zahlreiche Behandler in kleinen und mittelgrossen Ortschaften könnten ihren Patienten nicht immer kurzfristige Termine anbieten.

Die zahnmedizinische Überversorgung der Städte und Agglomerationen verschärfe sich durch den Zuzug ausländischer Zahnärzte, schreibt die SSO weiter. Diese praktizierten grösstenteils in den Städten.

Seit im Jahr 2002 die bilateralen Verträge in Kraft getreten seien, hätten 4600 Zahnärzte aus EU- und EFTA-Ländern sowie Drittstaaten ihre ausländischen Diplome offiziell anerkennen lassen. Nicht immer jedoch entspreche die formelle Gleichwertigkeit eines ausländischen Diploms der tatsächlichen Qualität des Ausbildungsgangs, schreibt die SSO.

apa.at

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