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APA-Artikel 20. Mai 2016

Schweizer Gynäkologen für Fortpflanzungsmedizingesetz

Die Schweizerische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (SGGG) hat sich für ein Ja zum neuen Fortpflanzungsmedizingesetz ausgesprochen. Dieses bringe für Paare entscheidende Verbesserungen.

Weil mit dem neuen Gesetz am ersten Tag der künstlichen Befruchtung maximal zwölf statt drei Eizellen weiterentwickelt werden dürften, würden die Chancen für eine Schwangerschaft erhöht, teilte SGGG am Freitag mit. Das reduziere die Belastung der Paare sowie die Dauer und die Kosten der Behandlung.

Ausserdem werde damit das Risiko von Mehrlingsschwangerschaften um bis zu 80 Prozent verringert. Denn bei maximal zwölf entwickelten Eizellen könne "diejenige mit dem grössten Entwicklungspotential" besser ermittelt und nur noch eine Eizelle übertragen werden.

Die Präimplantationsdiagnostik schliesslich trage dazu bei, Schwangerschaftsabbrüche zu vermeiden, weil die Untersuchung bereits am fünften Tag der Befruchtung und noch vor dem Transfer in die Gebärmutter durchgeführt werden könne.

Das Gesetz setze der Fortpflanzungsmedizin aber auch enge Grenzen. Denn die Diagnostik sei weiterhin nur restriktiv - bei schwersten Erbkrankheiten und einer In-Vitro-Fertilisation - möglich. SGGG empfiehlt ihren Mitgliedern deshalb, am 5. Juni ein Ja in die Urne zu legen.

apa.at

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