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APA-Artikel 19. Mai 2016

Numerus clausus für Medizinstudium an der Uni Zürich

Der Zürcher Regierungsrat hat erneut eine Zulassungsbeschränkung für Human-, Zahn- und Veterinärmedizin an der Universität Zürich beschlossen. Angesichts der schweizweit hohen Zahl an Anmeldungen dränge sich ein Numerus clausus auch für das Studienjahr 2016/17 auf.

Der Regierungsrat hatte im Herbst 2015 für das erste Studienjahr 2016/17 die Zahl der Studienplätze an der Medizinischen Fakultät auf 350 (300 für die Humanmedizin und 50 für die Zahnmedizin) und auf 80 an der Vetsuisse-Fakultät festgelegt. Damit hat die Medizinische Fakultät im Vergleich zu 2007 über 100 zusätzliche Studienplätze.

Dennoch lasse sich für die Studienrichtung Humanmedizin (inklusive Chiropraktik) auch dieses Jahr eine Zulassungsbeschränkung nicht vermeiden, teilte der Regierungsrat am Donnerstag mit. Einen Numerus clausus kann er anordnen, wenn die Zahl der Voranmeldungen trotz Umleitung an andere Universitäten die Aufnahmekapazität um 10 Prozent überschreitet.

Für das Studienjahr 2016/17 werden an der Medizinischen Fakultät - unter Berücksichtigung einer durchschnittlichen Rückzugsquote - 1333 Studienanwärterinnen und -anwärter erwartet. Die Aufnahmekapazität von 300 Plätzen ist damit deutlich überschritten.

Für die Studienrichtung Veterinärmedizin sei die Lage vergleichbar, schreibt der Regierungsrat. An den Vetsuisse-Fakultäten Bern und Zürich stehen 379 Anmeldungen 150 Studienplätze gegenüber. Das mache eine Zulassungsbeschränkung unumgänglich. Dasselbe gelte für die Studienrichtung Zahnmedizin mit 119 Anmeldungen bei 50 Studienplätzen.

Auch die Universitäten Basel und Freiburg wollen laut der Zürcher Regierung in den Studienrichtungen Human- und Zahnmedizin die Zulassung beschränken. Die Universität Bern sieht eine Beschränkung sowohl in Human- und Zahn- als auch Veterinärmedizin vor. Der unter den Hochschulen koordinierte Eignungstest findet am 8. Juli statt.

Vor dem Hintergrund der vom Bund vorgesehenen Sonderfinanzierung wird derzeit eine weitere Erhöhung der Studienplätze an der Uni Zürich ab dem Studienjahr 2017/18 geprüft. Der Regierungsrat werde darüber zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden, heisst es in der Mitteilung.

Zur Diskussion stünden auch Kooperationen mit ausserkantonalen universitären Hochschulen ohne medizinische Fakultät und dortigen Lehrspitälern.

apa.at

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