zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 18. Mai 2016

CH: Gesundheit2020: Zehn Prioritäten für den Bundesrat für 2016

Das Eidgenössische Departement des Inneren (EDI) hat im Rahmen der Strategie Gesundheit2020 zehn Prioritäten für das Jahr 2016 bestimmt. Themen sind etwa der Strahlenschutz, genetische Untersuchungen beim Menschen oder die Suizidprävention.

EDI-Vorsteher Alain Berset informierte seine Bundesratskollegen am Mittwoch über diese Prioritäten. Bei allen Massnahmen und Teilprojekten soll die Effizienzsteigerung noch mehr Gewicht erhalten, um die steigenden Gesundheitskosten in den Griff zu bekommen.

Von den diesjährigen prioritären Projekten bereits lanciert wurde eine nationale Strategie gegen nichtübertragbare Krankheiten sowie die Reduktion ineffizienter Leistungen, wie der Bundesrat mitteilte.

Insgesamt sind sieben Prioritäten der Anpassung und Umsetzung von Gesetzen und Verordnungen gewidmet. Dazu gehört die Verabschiedung der revidierten Strahlenschutzverordnung. Diese will etwa Patienten vor unnötiger Strahlung schützen: Ungerechtfertigte medizinische Untersuchungen und Behandlungen sollen mittels klinischen Audits verhindert werden.

Zudem will der Bundesrat über das weitere Vorgehen bei der Totalrevision des Bundesgesetzes über genetische Untersuchungen beim Menschen entscheiden. Es geht dabei um umstrittene vorgeburtliche Untersuchungen.

Neben der Anpassung von Gesetzen kommt eine Priorität auch der Umsetzung einer internationalen Konvention zu. Es geht um die Medicrime-Konvention des Europarates, die den illegalen Handel mit Heilmitteln unterbinden will. Dazu will der Bundesrat einen Aktionsplan zur Suizidprävention verabschieden.

Weiter liess sich der Bundesrat über die Bilanz der Strategie im Jahr 2015 informieren: Von den zehn Prioritäten wurden acht planmässig umgesetzt, wie es hiess. Der Bundesrat hat vier Botschaften, drei nationale Strategien und einen Bericht verabschiedet. Zwei weitere Berichte, die als Prioritäten für 2015 festgelegt wurden, sollen im laufenden Jahr abgeschlossen werden.

Der Bericht zur Langzeitpflege wird dem Bundesrat gemäss der Mitteilung in den nächsten Wochen vorgelegt. Der Bericht zu den beabsichtigten Massnahmen im Bereich der psychischen Gesundheit wurde zurückgestellt, um die Massnahmen mit der Strategie zur Prävention nichtübertragbarer Krankheiten zu koordinieren.

"Gesundheit2020" ist eine Gesamtschau, welche die Prioritäten in der Schweizer Gesundheitspolitik festlegt. Der Bericht wurde im Januar 2013 vom Bundesrat verabschiedet. Dessen Ziel ist, das Gesundheitswesen bezahlbar zu halten und die hohe Versorgungsqualität auch in Zukunft zu erhalten.

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben