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APA-Artikel 18. Mai 2016

Schweiz: Gesundheitskosten steigen laut santésuisse unvermindert an

Die Gesundheitskosten wachsen laut dem Krankenkassenverband santésuisse hierzulande weiterhin überproportional. Im ersten Quartal 2016 stiegen die Kosten der obligatorischen Krankenversicherung um 3,8 Prozent auf fast acht Milliarden Franken.

Ein besonders starkes Wachstum weisen die Kosten ambulanter Behandlungen im Spital und die Kosten niedergelassener Ärzte auf, wie santésuisse in einer Mitteilung vom Dienstag schreibt.

Zwar könnten definitive Aussagen zu den Kosten 2016 erst in den nächsten Monaten gemacht werden. Allerdings dürften auch die Prämien für 2017 höher ausfallen, wenn die Gesundheitskosten im laufenden Jahr dem Trend folgten, so santésuisse.

Am stärksten zu Buche schlug der ambulante Spitalbereich. Die Kosten stiegen um 6,9 Prozent auf 1,4 Milliarden Franken. Die Ausgaben für Spitex-Leistungen wuchsen um 8,2 Prozent. Überdurchschnittlich gewachsen sind im ersten Quartal auch die Kosten der Physiotherapie (+10 Prozent).

Als Kostentreiber sieht santésuisse den neuen Ärztetarif Tarmed, der 2018 in Kraft treten soll. Die Revision wäre so angelegt, dass sie Leistungserbringer finanziell begünstigt, indem sie neue Anreize zur Mengenausweitung schafft, kritisiert santésuissse. Der Verband fordert deshalb, dass Prämienzahler nicht mehr bezahlen müssen.

apa.at

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