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APA-Artikel 4. Mai 2016

UN-Sicherheitsrat will Krankenhäuser in Kriegsgebieten schützen

Krankenhäuser in Kriegsgebieten sollen nach dem Willen des UN-Sicherheitsrats künftig besser geschützt werden. In einer am Dienstag einstimmig verabschiedeten Resolution verurteilt das höchste UN-Gremium Angriffe auf Krankenhäuser, andere Gesundheitseinrichtungen und deren Mitarbeiter scharf.

Die Sitzung in New York fand nur Stunden nach Angriffen auf ein Krankenhaus im nordsyrischen Aleppo statt, bei dem mindestens drei Menschen starben. Seit Beginn des Bürgerkriegs kam es in Syrien nach UN-Angaben zu mehr als 360 Angriffen auf rund 250 medizinische Einrichtungen.

Angriffe auf Verwundete und Kranke sowie auf medizinisches und humanitäres Personal verurteilt die Resolution scharf und fordert alle beteiligten Parteien eines Konflikts auf, ihre Bewegungsfreiheit nicht einzuschränken. Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen werden zudem als Bruch internationalen humanitären Rechts eingestuft.

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon erklärte, dass solche Angriffe nicht nur in Syrien stattfänden. Auch im Jemen, im Irak und im Südsudan würden Krankenhäuser ins Visier genommen. Zudem war im vergangenen Oktober ein Krankenhaus im afghanischen Kunduz bei einem Bombardement des US-Militärs zerstört worden - Dutzende Menschen starben dabei.

"Was wir brauchen, ist ein grundlegender Verhaltenswandel in der Kriegsführung", sagte der Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), Peter Maurer. Joanne Liu, Präsidentin von Ärzte ohne Grenzen, sprach in der Sitzung von einer "Epidemie an Attacken auf Gesundheitseinrichtungen".

apa.at

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