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APA-Artikel 2. Mai 2016

Kanton St. Gallen will ab 2020 Ärztinnen und Ärzte ausbilden

St. Gallen (sda) - An der Universität St. Gallen und am Kantonsspital St. Gallen sollen ab 2020 vorerst 40 Studierende eine Masterausbildung in Humanmedizin absolvieren können. Grundlage dafür ist eine Zusammenarbeit mit der Universität Zürich.

Im Kanton St. Gallen werden seit rund einem Jahr verschiedene Varianten für eine eigene Medizinausbildung geprüft. Ziel ist es, den Mangel an in der Schweiz ausgebildeten Ärztinnen und Ärzten zu reduzieren: Der Anteil der Mediziner aus dem Ausland ist in der Ostschweiz mit über 42 Prozent besonders hoch.

"Dort wo man studieren kann, lässt man sich nieder", sagte die St. Galler Gesundheitschefin Heidi Hanselmann (SP) an der Medienorientierung vom Montag. Konkret geplant ist nun eine Zusammenarbeit der Universität St. Gallen und des Kantonsspitals St. Gallen mit der Universität Zürich für einen neuen Masterstudiengang in Medizin.

Das neue Angebot soll 2020 in St. Gallen mit vorerst 40 Studierenden starten. Gerechnet wird mit Mehrkosten in der Grössenordnung von sechs Millionen Franken. Möglich ist ein Bundesbeitrag für eine Anschubfinanzierung.

Der neue Lehrgang ist an der Universität St. Gallen angesiedelt. Dort soll es ein Institut für Medizin geben. Die Studierenden werden mindestens einen Abschluss "Joint Degree HSH/UZH" erreichen können. Geplant ist eine enge Zusammenarbeit mit dem St. Galler Kantonsspital, das als einziges Nicht-Universitätsspital eigene Forschung betreibt.

Die Kooperationsvereinbarung ist von den Universitäten St. Gallen und Zürich sowie vom Kantonsspital St. Gallen unterzeichnet und von der St. Galler Regierung gutgeheissen worden. Es fehlen nun noch noch die Zustimmung des Universitätsrats Zürich sowie der Zürcher Regierung.

apa.at

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