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APA-Artikel 27. April 2016

Deutsche Modellkommunen sollen Pflegeberatung erproben

Die Bundesregierung will die Beratung von Pflegebedürftigen und deren Angehörigen zum 1. Januar 2017 probeweise an 60 Modellkommunen übertragen. Wie das Bundesgesundheitsministerium am Mittwoch berichtete, wurde inzwischen ein entsprechender Referentenentwurf zum dritten Pflegestärkungsgesetz verschickt. Ziel ist es, bundesweit deutlich mehr Beratungsstellen zu schaffen. Als erstes hatte die "Rheinische Post" über den Gesetzentwurf berichtet.

Demnach sollen die Kommunen künftig die Initiative für neue Pflegestützpunkte ergreifen können. Bislang organisieren dies die Kranken- und Pflegekassen. Finanziert werden sollen die Beratungsstellen zu jeweils einem Drittel von Kommunen oder Ländern, Krankenkassen und Pflegekassen. "Gemeinsames Ziel ist es, so lange wie möglich den Verbleib in der vertrauten häuslichen und familiären Umgebung zu unterstützen und ein selbstbestimmtes Leben zu gewährleisten", zitiert die Zeitung aus dem Gesetzentwurf.

Das Gesetz soll auch praktische Probleme des Alltags von Pflegebedürftigen und deren Angehörigen beseitigen. Wie das Bundesgesundheitsministerium erläuterte, zahlen die Pflegekassen vom 1. Januar 2017 an bis zu 125 Euro pro Monat, mit denen Helfer finanziert werden können, die Pflegebedürftige im Haushalt, beim Einkaufen oder anderen Dingen des täglichen Lebens unterstützen. Oft wissen die Betroffenen aber nicht, wie sie die Alltagsbegleiter finden. Um Büroräume für solche Unterstützungsangebote zu finanzieren, stehen den Angaben zufolge 50 Millionen Euro bereit.

apa.at

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