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APA-Artikel 21. April 2016

Gebietskrankenkassen: 923 Millionen Beitragsrückstände Ende 2015

Die neun Gebietskrankenkassen hatten Ende Dezember des Vorjahres insgesamt 923,6 Millionen Euro an Beitragsrückständen ausständig. Rund 45 Prozent davon oder 420 Millionen betrafen Dienstnehmer, der Rest Dienstgeber. Dies geht aus der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage von SPÖ-Gesundheitssprecher Erwin Spindelberger durch Sozialminister Alois Stöger (SPÖ) hervor.

Die Zahl der Beitragsrückstände ist dabei in den letzten drei Jahren annähernd konstant geblieben. Ende 2014 waren es 902 Mio. Euro, ein Jahr davor 920 Millionen. Rund ein Drittel der Ende 2015 angefallenen Beitragsrückstände entfiel mit 316,9 Mio. auf die Wiener GKK. Die geringsten Ausstände hatte mit 21,6 Mio. Euro die Vorarlberger GKK.

Leicht zurückgegangen ist der als uneinbringlich abgeschriebene Betrag. Dieser belief sich Ende 2015 für alle Gebietskrankenkassen insgesamt auf 140,6 Mio. Euro. Ende 2014 waren es 157,7 Mio. und ein Jahr davor 169,9 Mio. Euro.

Spindelberger beklagte in einer Aussendung am Donnerstag die "fahrlässige Zahlungsmoral der Unternehmen". Er findet es "unmoralisch und inakzeptabel", dass den Arbeitnehmern die Sozialversicherungsbeiträge monatlich abgezogen werden, die Arbeitgeber diese aber nicht ordnungsgemäß an die Krankenkassen weitergeben. "Die Schulden der Arbeitgeber sind weit höher als das prognostizierte Defizit der Krankenkassen, das bei 94 Mio. Euro liegt. Würden die Arbeitgeber ihre Beiträge ebenso ordnungsgemäß leisten wie die Arbeitnehmer, wäre ein sinnvoller Leistungsausbau im Sinne der Patienten finanzierbar", kritisiert Spindelberger.

apa.at

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