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APA-Artikel 21. April 2016

Rund die Hälfte der Rücklagen der OÖGKK für Investitionen

Die oö. Gebietskrankenkasse (OÖGKK) wird in den nächsten fünf Jahren rund die Hälfte ihrer Rücklagen für den Ausbau der Infrastruktur und ihrer Gesundheitsprogramme verwenden. Obmann Albert Maringer erteilte in einer Pressekonferenz am Donnerstag in Linz damit neuerlich der zuletzt aufgetauchten Idee, die Reserve zur Sanierung der defizitären Kassen anzuzapfen, eine klare Absage.

Derzeit betragen die Rücklagen der OÖGKK 478 Millionen Euro. Davon sollen in den kommenden Jahren rund 70 Mio. in die Generalsanierung der 40 Jahre alten Zentrale in Linz sowie in Neubauten im Stadtteil Kleinmünchen, Freistadt und Vöcklabruck fließen. Der zwei- bis dreifache Betrag gehe in Versorgungsprogramme, erklärte Direktorin Andrea Wesenauser. Dazu zähle etwa die Errichtung des Erstversorgungszentrum (PHC) in Enns. Spatenstich für dieses Pilotprojekt war im März. Derzeit laufen auch Verhandlungen für ein weiteres in Haslach im Mühlviertel.

Die Reserven seien zudem dafür nötig "um in finanziell schwierigen Zeiten unsere laufenden Ausgaben von 5,5 Mio. Euro pro Tag an Gesundheitsleistungen weiter finanzieren zu können", ergänzte der OÖGKK-Obmann. Gleichzeitig bekannte er sich aber dazu, dass seine "gesunde" Kasse weiter in den Ausgleichsfonds einbezahlt, der vor allem die unterschiedlichen Versicherten-Strukturen in den einzelnen Ländern ausgleichen soll. Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) hatte zuletzt gemeint, dass "wir uns das nicht länger gefallen lassen können". Die OÖGKK hat voriges Jahr 21,8 Mio. Euro in den Fonds eingezahlt.

apa.at

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