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APA-Artikel 18. April 2016

Patientenschützer verlangen schärfere Kontrollen in der Pflege

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat angesichts von Berichten über Betrug in der Pflege schärfere Kontrollen von Wohngemeinschaften und Pflegeheimen gefordert. "Bund und Länder müssen alarmiert sein, wenn sich die organisierte Kriminalität in der Pflege ausbreitet", erklärte Stiftungsvorstand Eugen Brysch am Samstag. Er fügte hinzu: "Regelmäßige unangekündigte Kontrollen finden in den Wohngruppen kaum statt. Die meisten Länder haben die Aufsicht auf ein Minimum zurückgefahren." Es gelte nun, Schwerpunktstaatsanwaltschaften in den Bundesländern einzurichten, verlangte Brysch.

"Mafiose Strukturen erkennen sehr schnell, wo in kurzer Zeit viel Geld gemacht wird. Erschreckend ist, dass jetzt Pflege in einem Zusammenhang mit Prostitution und Drogenhandel genannt wird", kritisierte Brysch. Es gehe im übrigen nicht nur um eine Milliarde Euro, die den Sozialkassen verloren gehe. "Vor allem sind es die pflegebedürftige Menschen, die unter der Russenmafia leiden."

apa.at

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