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APA-Artikel 13. April 2016

Rechnungshofkritik an Leistungsspektren in drei steirischen Spitälern

Der Rechnungshof hat die Leistungen von drei steirischen Spitälern geprüft und dabei Abweichungen vom Österreichischen Strukturplan Gesundheit (ÖSG) sowie vom Regionalen Strukturplan Gesundheit (RSG) festgestellt. Die Bereiche Chirurgie und Innere Medizin im LKH Hartberg, LKH Weiz und Marienkrankenhaus Vorau standen im Zentrum der Untersuchung.

Der Rechnungshof stellte fest, dass an den Abteilungen für Chirurgie aller drei Krankenanstalten "sowohl Arthroskopien als auch Implantationen von Hüftgelenksprothesen und damit unfallchirurgische Leistungen erbracht" wurden, obwohl der RSG für 2020 nur am LKH Weiz eine unfallchirurgische Versorgungsstruktur vorsah. Das bedeutet, dass die Leistungsspektren aller drei Standorte immer noch unfallchirurgisch geprägt waren. Die Folge seien Unklarheiten bei Versorgungsaufträgen. Besonders eklatant sei der Missstand in Vorau, wo pro Jahr mehr als 600 Arthroskopien gemacht werden. Das stehe im Widerspruch zu den regionalen Versorgungsplänen.

Zudem wurden sowohl in Weiz als auch in Hartberg komplexe Implantationen durchgeführt, die eigentlich in Einheiten höherer Versorgungsstufen wie etwa im LKH Graz behandelt werden sollten. Mängel wurden auch bei der Wartezeit für akute Schenkelhalsfrakturen festgestellt: In den beiden Landeskrankenhäusern erfolgten ein Drittel bis mehr als die Hälfte der Eingriffe nicht innerhalb der empfohlenen 24 Stunden.

apa.at

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