zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 8. April 2016

CH: Ansteckungsgefahr für 16 Personen in Luganeser Spital

Für 16 Personen, die am Luganeser Spital Civico Ende Februar mit unvollständig gereinigten endoskopischen Instrumenten behandelt wurden, besteht ein minimales Risiko sich mit Hepatitis B angesteckt zu haben. Zu diesem Schluss kommt eine Nachuntersuchung des Klinikbetreibers.

Das Luganeser Spital Civico hatte insgesamt 45 Patienten einer Nachuntersuchung unterzogen. Zwei von ihnen seien Überträger von Hepatitis-B-Viren gewesen, teilte der Klinikbetreiber EOC am Donnerstag per Communiqué mit.

Für 16 Personen bestehe deshalb ein "minimales" Ansteckungsrisiko - sie wurden laut EOC-Angaben einzeln über die Situation informiert. Den betroffenen Personen sollen in drei und sechs Monaten Blutproben entnommen werden, um eine mögliche Ansteckung definitiv ausschliessen zu können.

Im März war bekannt geworden, dass im Spital Civico endoskopische Instrumente zwar bei einer hohen Temperatur gewaschen wurden, jedoch die Desinfizierung fehlschlug. Deshalb habe bei den folgenden gastroenterologischen Untersuchungen nicht sichergestellt werden können, dass keine Keime auf den verwendeten Instrumenten zurückgeblieben seien, schrieb der Klinikbetreiber damals.

Auf die Möglichkeit, dass in "sehr seltenen Fällen" eine Ansteckung mit Hepatitis B oder C auf schlecht desinfiziertes Untersuchungsbesteck zurückgeführt werden kann, wies EOC schon damals hin. Der Tessiner Kantonsarzt und die Justizbehörden wurden über den Vorfall bereits Mitte März informiert.

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben