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APA-Artikel 30. März 2016

Neues "Zentrum für Suchtmedizin" in Graz nimmt Gestalt an

Der Um- und Zubau im LKH Graz Süd-West nimmt erkennbare Gestalt an. Die Übergabe des Neubaus für das neue "Zentrum für Suchtmedizin" (ZSM) in der früheren Landesnervenklinik Sigmund Freud ist für Ende 2017 geplant. Nach dem Umbau des Altbaus soll das ZSM mit Ende 2020 in Vollbetrieb gehen, hieß es vonseiten der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft KAGes bei der Gleichenfeier am Mittwoch.

In die Errichtung des neuen "Zentrums für Suchtmedizin" nach den Plänen von Architekt Irmfried Windbichler werden rund 30 Millionen Euro investiert, schilderte KAGes-Finanzvorstand Ernst Fartek. "Es ist uns bewusst, dass wir hier einen großen Nachholbedarf in der Versorgung haben", so Fartek am Mittwoch.

Der zweistöckige Neubau werde "richtungsweisend für die künftige Versorgung von Suchtkranken in der Steiermark " sein, betonte der Betriebsdirektor des LKH Graz Süd-West, Bernhard Haas. Der Um- und Zubau eröffnet mehr individuelle Möglichkeiten der Therapie, einzeln oder in Gruppen, abseits des Diktats von Platznot und räumlichen Einschränkungen: "Wesentliche Struktur seien die kleinräumigen Behandlungseinheiten: Während früher etwa alle Suchtkranke in ähnlichen Strukturen behandelt wurden, geht es heute immer mehr in Richtung Spezialisierung", persönliche Begegnungen sind Hauptmechanismen der Behandlung, das Bett als solches spiele kaum eine Rolle als Behandlungsort, so der Leiter der Neuropsychiatrie Primarius Michael Lehofer.

Im Erdgeschoß sind die Spezialambulanz für Suchtmedizin und die Substitutionsambulanz sowie die Behandlungsbereiche vorgesehen. Der Akut-/Notaufnahmebereich wird über einen eigenen Zugang erschlossen. Die Nutzfläche des gesamten Bauprojektes wird sich auf rund 5.200 Quadratmeter belaufen.

Der neue Komplex ist auf bis zu 108 stationäre Patienten und zwölf Tagesklinikplätze in drei Einheiten ausgelegt. Zweibettzimmer sind der Standard. Schwerpunkte der neuen Klinik für Suchtkranke sind die Behandlung von Menschen mit Alkohol-, Medikamenten- oder Drogenabhängigkeit, weiters gibt es Behandlungsangebote für pathologisches Glücksspiel.

Im Dezember 2017 ist die Übergabe des Neubaus geplant, schilderte Betriebsdirektor Haas. Im November 2018 soll der Umbau des denkmalgeschützten Alttraktes begonnen werden. Zwei Jahre später, im November 2020, ist die Fertigstellung und Übergabe geplant.

apa.at

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