zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 29. März 2016

Gesundheit - Ärztekammer wehrt sich gegen "Blockade"-Vorwurf

Die Ärztekammer weist den "Blockade"-Vorwurf von der Hauptverbandsvorsitzenden Ulrike Rabmer-Koller bei der Umsetzung der Gesundheitsreform zurück. Man sei eine "glühende Verfechterin" des Ausbaus von Primärversorgung, werde sich jedoch gegen ein eigenes PHC-Gesetz zur Wehr setzen, das nur das Ziel habe, niedergelassene Ärzte in "Knebelverträge" zu zwingen, hieß es in einer Aussendung am Montag.

"Wer den neuen Entwurf zum PHC-Gesetz analysiert und zwischen den Zeilen liest, kommt rasch zum Ergebnis, dass hier nicht eine Optimierung der Versorgung im Vordergrund steht", kritisierte Johannes Steinhart, Obmann der Kurier niedergelassene Ärzte und Vizepräsident der Ärztekammer für Wien. Vielmehr mache das Gesundheitsministerium "mehr oder weniger verklausuliert gegen niedergelassene Hausärzte mit Kassenvertrag mobil".

Der Gesetzesentwurf sehe ein Ende der Sozialpartnerschaft im Gesundheitswesen vor, kritisierte Steinhart weiters. Außerdem wäre die Parallelstruktur eine "Einladung an die Sozialversicherungen, immer weniger Ressourcen in das bisherige System von Kassenhausärzten zu investieren". Der Vizepräsident erklärte zudem: Das in Wien betriebene erste PHC-Zentrum habe bewiesen, dass dies auch ohne eigenes PHC-Gesetz zu bewerkstelligen sei.

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben