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APA-Artikel 23. März 2016

Schweiz: Elektronisches Patientendossier: Verordnungen in der Vernehmlassung

Die Digitalisierung des Schweizer Gesundheitswesens ist einen Schritt weiter: Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) hat am Dienstag die Verordnungen zum Bundesgesetz über das elektronische Patientendossier bis Ende Juni in die Anhörung geschickt.

Die Verordnungen regeln die technischen und organisatorischen Vorgaben für den Aufbau und den Betrieb des Systems, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mitteilte.

Die Bundesversammlung hatte das Bundesgesetz über das elektronische Patientendossier (EPD) im vergangenen Juni verabschiedet. Es regelt die Voraussetzungen für die Einführung des EPD in der Schweiz. Das Gesetz und die Verordnungen sollen 2017 in Kraft treten.

Ziel des elektronischen Dossiers ist es, den Austausch von Informationen zwischen Ärzten, Spitälern, Heimen, Spitex-Organisationen und Apotheken zu erleichtern. Dies soll die Behandlungsqualität insbesondere bei chronischen Krankheiten steigern.

Auch sollen unnötige Doppeluntersuchungen vermieden und die Medikationssicherheit verbessert werden. Insbesondere aber bekommen die Patientinnen und Patienten erstmals einen umfassenden Überblick über die eigenen Gesundheitsdaten.

Die Patientinnen und Patienten entscheiden selbst, ob sie ein EPD eröffnen wollen oder nicht. Sie können auch selbst festlegen, wer Zugriff auf welche Daten haben soll. Auch für die Ärztinnen und Ärzte ist eine Beteiligung am Datenaustausch freiwillig.

Einzig die Spitäler und Pflegeheime müssen nach Ablauf einer drei- beziehungsweise fünfjährigen Übergangsfrist den elektronischen Datenaustausch sicherstellen können. Zu diesem Zweck müssen sie sich einer sogenannten EPD-Gemeinschaft anschliessen.

apa.at

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