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APA-Artikel 18. März 2016

Missbrauch von 21 Jungen: Kinderarzt geht gegen Urteil vor

Eine Woche nach der Verhängung einer langen Gefängnisstrafe und Sicherungsverwahrung wegen sexuellen Missbrauchs von 21 Jungen hat der verurteilte Kinderarzt Revision eingelegt. Der entsprechende Antrag der Rechtsanwälte des Mannes sei bei Gericht eingegangen, bestätigte ein Sprecher des Augsburger Landgerichtes am Freitag einen Bericht der "Augsburger Allgemeinen".

Der pädophile 41-Jährige war von dem Gericht zu dreizehneinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Zudem wurde die Verwahrung des Mannes nach der Haft und ein lebenslanges Berufsverbot angeordnet. Das Gericht folgte damit weitgehend dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die beiden Verteidiger hatten in ihrem Plädoyer maximal neun Jahre Haft und die Einweisung in eine psychiatrische Klinik zur Therapierung ihres Mandanten verlangt.

Der 41-Jährige war ein angesehener Mediziner, bis seine Taten vor knapp zwei Jahren aufflogen. Er hatte die Funktion eines Chefarztes beim Bayerischen Roten Kreuz inne, arbeitete auch am Augsburger Klinikum, am Deutschen Herzzentrum in München und zuletzt an der Medizinischen Hochschule Hannover.

apa.at

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